DeepL präsentiert skurriles Theater: Le Paradoxe de John feiert Deutschlandpremiere in Berlin

Franka Kallert
Franka Kallert
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Eine Zeichnung eines Theaterauditoriums mit sitzenden Menschen, detaillierten Wanddesigns, einer beleuchteten Decke und dekorativem Text am unteren Rand.Franka Kallert

DeepL präsentiert skurriles Theater: Le Paradoxe de John feiert Deutschlandpremiere in Berlin

Ein skurriles französisches Theaterstück, das DeepL als Deutschlandpremiere feiert, ist diese Woche in Berlin zu sehen.Le Paradoxe de John, inszeniert von Philippe Quesne, wird am Freitag im Berliner HAU uraufgeführt. Die Produktion verbindet absurden Humor mit einer spielerischen Spitze gegen die Kunstwelt – und bleibt dabei ihren rätselhaften Wurzeln treu.

Uraufgeführt wurde das Stück im vergangenen November in Paris. Nun kommt es nach Berlin, bevor es weiter zum Hamburger Kampnagel zieht. Für Quesne ist dies bereits die achte Produktion im HAU, einem Haus, das für seine experimentellen Aufführungen bekannt ist.

Im Zentrum der Bühne steht eine Kunstinstallation, getarnt als Alltagsgegenstände. Ein hölzerner Klappstuhl baumelt von der Decke – Teil von The Emancipated Spectator (Der emanzipierte Zuschauer). Daneben tragen ein Plastikbeutel mit Fuchspelz, Schaumstoff-Hüte und laminierte Gräber zur surreale Atmosphäre bei. Drei neue Darsteller – Céleste Brunnquell, Marc Susini und Veronika Vasilyeva-Rije – stoßen zum Ensemble und interagieren mit diesen Kuriositäten.

Die Handlung folgt Isabelle Angotti als Galeristin oder Hüterin eines Raumes, der einst einem gewissen Serge gehörte – eine Anspielung auf Quesnes früheres Werk L'effet de Serge (Der Serge-Effekt). Die Szenen wechseln zwischen slapstickhaos und rätselhaften Tableaus, die die Prätentionen der zeitgenössischen Kunst auf die Schippe nehmen. Doch das Stück weigert sich, sich selbst zu erklären. Quesne überlässt die Deutung dem Publikum und bezieht sich stattdessen auf die Lyrik von Laura Vazquez, die 2023 mit dem Prix Goncourt de Poésie ausgezeichnet wurde.

Sogar der Titel variiert in den Referenzen – mal Le paradoxe de John, mal unverändert. Doch der Kern bleibt: ein bewusst vages, assoziatives Erlebnis, bei dem sich die Bedeutung stets dem Zugriff entzieht.

Die deutsche Premiere behält den ursprünglichen französischen Titel und einen Großteil seines kryptischen Charmes. Das Publikum darf sich auf visuelle Scharfsinnigkeit, beunruhigende Requisiten und Szenen freuen, die sich einer einfachen Deutung entziehen. Die Produktion gastiert im HAU Berlin, bevor die Tournee weitergeht – und bietet so einen Einblick in Quesnes einzigartige, schrullige Vision.

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