Wie eine 1,1-Kilowatt-Solaranlage aus 1996 die Energiewende prägte
Eine 1,1-Kilowatt-Solaranlage, die Gerhard Weiße 1996 installierte, ist bis heute in Betrieb. Es handelte sich um eines der frühen Projekte seines Unternehmens Solar-Partner Süd, das bereits 1979 mit dem Bau von Solaranlagen begonnen hatte. Die Anlage markierte den Anfang einer langen Reise in die erneuerbaren Energien für Weiße und sein Team.
Gerhard Weiße stieg 1979 in die Solarbranche ein – lange bevor sie breite Akzeptanz fand. Bis 1996 hatte er eine kleine 1,1-Kilowatt-Anlage für einen Biolandwirt in Trostberg installiert, die damals etwa 11.000 D-Mark kostete. Frühe Anlagen dieser Art hatten in der Regel eine Leistung von bis zu fünf Kilowatt.
Am 1. April 2000 trat das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft und revolutionierte den deutschen Energiesektor. Es schuf starke Anreize für Solarstrom, befeuerte einen nationalen Photovoltaik-Boom und gab der globalen Solarindustrie entscheidende Impulse. Solar-Partner Süd profitierte maßgeblich vom EEG, da die Nachfrage nach Solarmodulen zu Beginn der 2000er-Jahre stark anstieg. Doch oft konnte das Angebot mit dem wachsenden Interesse kaum Schritt halten.
Das Unternehmen bezog seine Module von Herstellern wie Isofoton, Kyocera und Solarworld. Wechselrichter kamen von Lieferanten wie SMA und Kaco. Auch rechtlich erhielt die Branche Rückendeckung: Der Europäische Gerichtshof urteilte 2001 und erneut 2012, dass die EEG-Einspeisevergütungen nicht als staatliche Beihilfe gelten.
Weißes frühe Solarinstallation von 1996 funktioniert noch heute – ein Beweis für die Langlebigkeit der damaligen Anlagen. Das EEG schuf den rechtlichen und finanziellen Rahmen, der Unternehmen wie Solar-Partner Süd den Aufstieg ermöglichte. Diese Entwicklungen legten den Grundstein für Deutschlands Führungsrolle in der Solarenergie.






