Streik im Einzelhandel: ver.di ruft zu Protesten nach gescheiterten Lohnverhandlungen auf
Klaas BarthStreik im Einzelhandel: ver.di ruft zu Protesten nach gescheiterten Lohnverhandlungen auf
Im Einzelhandel ist ein Streik ausgerufen worden, nachdem die Lohnverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und den Arbeitgebern gescheitert sind. Arbeitnehmer werden in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt gegen die festgefahrenen Gespräche protestieren. Die Gewerkschaft vertritt Beschäftigte großer Handelsketten wie Rewe, Penny, Kaufland und anderer Unternehmen.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Forderungen nach höheren Löhnen, die die Arbeitgeber bisher abgelehnt haben. Ver.di verlangt eine monatliche Erhöhung um 250 Euro für die Beschäftigten sowie eine jährliche Steigerung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro pro Ausbildungsjahr. Zudem soll der neue Tarifvertrag eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.
Die aktuellen Angebote der Arbeitgeber sehen für Einzelhandelsbeschäftigte eine Erhöhung um 2 Prozent nach sechs Monaten vor, während Großhandelsmitarbeiter nach monatelanger Lohnstagnation 1,8 Prozent erhalten sollen. Die Gewerkschaft kritisiert, dass diese Anpassungen hinter der erwarteten Inflationsrate zurückbleiben. Trotz weiterer Gespräche haben die Arbeitgeber ihre Lohnangebote nicht nachgebessert.
An dem Streik werden Mitarbeiter mehrerer großer Einzelhandels- und Logistikunternehmen teilnehmen. In mehreren Städten sind Proteste als Reaktion auf die ausbleibende Einigung geplant. Die Forderungen der Gewerkschaft nach höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen bleiben vorerst unerfüllt.
