Bayer 04 Leverkusen kämpft um sein neues Trainingszentrum in Monheim
Franka KallertBayer 04 Leverkusen kämpft um sein neues Trainingszentrum in Monheim
Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Trainingszentrum. Nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten entschied sich der Verein für Monheim am Rhein als Standort für den geplanten Campus. Doch trotz der bereits reduzierten Pläne stößt das Projekt auf starken Widerstand aus der lokalen Politik.
Der aktuelle Entwurf für den Campus in Monheim umfasst zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Rad- und Joggingwege. Damit erfüllt er die Mindestanforderungen für einen funktionsfähigen Sport- und Betriebsbetrieb. Bayer 04 Leverkusen hat das Vorhaben bereits mehrfach verkleinert, um Bedenken entgegenzukommen.
Eine Koalition aus CDU, SPD, Grünen und FDP blockiert die Pläne jedoch wiederholt – mit Verweis auf Klimaschutz und Umweltbedenken. Mehrere Kompromissvorschläge des Vereins wurden abgelehnt. Zudem verlor die regierende Peto-Partei bei den Kommunalwahlen 2025 ihre Mehrheit im Stadtrat, was die Opposition weiter verschärft.
Sportdirektor Simon Rolfes warnt, dass die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Vereins vom Bau des Campus abhängt. Ohne das Projekt drohten seiner Einschätzung nach schwerwiegende Folgen. Auch Bayer-AG-Chef Bill Anderson bestätigt, dass das Unternehmen die Entwicklungen und Entscheidungen genau verfolge.
Der Campus in Monheim bleibt für die langfristige Planung von Bayer 04 Leverkusen von zentraler Bedeutung. Trotz angepasster Vorschläge sieht sich der Verein weiterhin mit politischem Widerstand konfrontiert. Die weitere Entwicklung wird zeigen, ob das Trainingszentrum wie geplant realisiert werden kann.
