Munich Re trotzt Naturkatastrophen mit Rekordgewinnen im dritten Quartal 2025
Klaas BarthMunich Re trotzt Naturkatastrophen mit Rekordgewinnen im dritten Quartal 2025
Munich Re verzeichnet starke Finanzzahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2025
Die Munich Re, einer der weltweit größten Rückversicherer, hat für das dritte Quartal und die ersten neun Monate des Jahres 2025 überzeugende Finanzdaten vorgelegt. Trotz steigender Kosten durch Naturkatastrophen weltweit hält das Unternehmen an seinem Jahresgewinnziel von 6 Milliarden Euro fest.
Die zentralen Kennziffern zeigen ein deutliches Wachstum beim Nettogewinn: Im dritten Quartal stieg dieser um 120 Prozent, im Neunmonatszeitraum um 12 Prozent.
Der Nettogewinn des Rückversicherers erreichte im dritten Quartal 1,997 Milliarden Euro – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für die ersten neun Monate 2025 kletterte der Nettogewinn auf 5,176 Milliarden Euro, was einem Plus von 12 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht.
Besonders stark entwickelte sich die Sach- und Unfallrückversicherung (Property & Casualty, P&C), die im dritten Quartal ein Nettoergebnis von 1,187 Milliarden Euro erzielte – ein Anstieg um 351 Prozent gegenüber den 263 Millionen Euro im Vorjahr. Der gesamte Rückversicherungsbereich steuerte im dritten Quartal 1,693 Milliarden Euro und in den ersten neun Monaten 4,38 Milliarden Euro bei.
Auch das Betriebsergebnis verbesserte sich deutlich und lag im dritten Quartal bei 3,036 Milliarden Euro sowie im Neunmonatszeitraum bei 7,418 Milliarden Euro. Das technische Ergebnis, ein Indikator für die Underwriting-Rentabilität, stieg auf 2,822 Milliarden Euro im dritten Quartal und auf 7,910 Milliarden Euro seit Jahresbeginn.
Allerdings gingen die Versicherungsprämien aus abgeschlossenen Verträgen im dritten Quartal um 6 Prozent auf 14,575 Milliarden Euro zurück, im Neunmonatszeitraum um 1 Prozent auf 45,162 Milliarden Euro. Der Rückgang ist vor allem auf negative Währungseffekte zurückzuführen. Die Währungsverluste verringerten sich jedoch von -462 Millionen Euro im Jahr 2024 auf -189 Millionen Euro in diesem Jahr.
Die Eigenkapitalrendite (Return on Equity, RoE) blieb mit 24,2 Prozent im dritten Quartal und 20,8 Prozent im Neunmonatszeitraum auf hohem Niveau. Auch die Finanzergebnisse festigten sich: Im dritten Quartal wurden Nettoerträge von 813 Millionen Euro erzielt, seit Jahresbeginn beliefen sie sich auf 1,026 Milliarden Euro.
Weltweit stiegen die Kosten durch Naturkatastrophen 2025 um 25 bis 30 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren. Zu den schwerwiegendsten Ereignissen zählten Hurrikan Milton in Florida (Schäden: 46 Milliarden Euro) sowie Monsunüberschwemmungen in Indien und Bangladesch (18,5 Milliarden Euro). Europäische Stürme und Buschbrände in Australien erhöhten die Schadenslast zusätzlich.
Trotz der höheren Katastrophenkosten bestätigt Munich Re die Gewinnprognose von 6 Milliarden Euro für 2025. Die starke Performance im Rückversicherungsgeschäft und die verbesserten Finanzkennzahlen gleichen die Währungsbelastungen und rückläufigen Prämieneinnahmen aus. Angesichts der herausfordernden Schadenslage bleibt die Unternehmensprognose stabil.






