20 March 2026, 06:18

München begrüßt seinen neuen Chefdirigenten Lahav Shani mit "Servus" statt "Schalom"

Ein detaillierter alter Stadtplan von München, Deutschland, mit Straßen, Parks und Sehenswürdigkeiten, mit detaillierten Straßen, Flüssen und Bergen, umgeben von einem dekorativen blauen, grünen und gelben Rahmen.

München begrüßt seinen neuen Chefdirigenten Lahav Shani mit "Servus" statt "Schalom"

München begrüßt seine neuen Musikdirektoren auf ganz eigene Art

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Während andere Städte mit multikulturellen Gesten aufwarten, setzt die bayerische Landeshauptstadt auf eine traditionellere Herangehensweise. Die Ankunft von Lahav Shani, des neuen Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker, unterstreicht einmal mehr diesen lokalen Stil.

Als Simon Rattle die Leitung der Berliner Philharmoniker übernahm, empfing ihn die Stadt mit einem weltoffenen "Willkommen!" – ein Zeichen für Berlins Ruf als vielfältige Metropole. München jedoch hat schon immer seinen eigenen Weg gegangen.

Während Rattles Zeit bei den Münchner Philharmonikern dirigierte er die "Symphonische Hoagascht", eine Hommage an die bayerische Kultur. Die Veranstaltung verband klassische Musik mit regionalen Bräuchen und zeigte, wie die Stadt Außenstehende auf ihre Weise integriert. Selbst Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gönnt sich hin und wieder einen "Söder-Döner" – eine spielerische Mischung aus türkischer Küche und bayerischer Identität.

Lahav Shani, der neue Musikdirektor des Orchesters, grüßt mittlerweile mit einem traditionellen "Servus!" statt mit einem hebräischen "Schalom". Diese Entscheidung passt zu Münchens Vorliebe für den "Bayernkult" – die Feier der regionalen Kultur – statt für offene Multikulturalität. Anders als in Berlin gab es keine öffentlichen Kampagnen oder symbolträchtigen Gesten zu Shanis Amtsantritt; die Stadt bleibt ihrem unaufgeregten Stil treu.

Münchens Art, internationale Persönlichkeiten willkommen zu heißen, bleibt tief in der lokalen Tradition verwurzelt. Statt auf spektakuläre Inszenierungen setzt die Stadt darauf, fremde Einflüsse mit bayerischen Gepflogenheiten zu verbinden. Für Shani – wie schon für Rattle vor ihm – bedeutet das Ankommen, die regionale Kultursprache zu übernehmen.

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