Christian Ulmen im Skandal: Ex-Frau wirft Deepfake-Missbrauch und Gewalt vor
Klaas Barth"jerks." nicht mehr auf Joyn verfügbar - Christian Ulmen im Skandal: Ex-Frau wirft Deepfake-Missbrauch und Gewalt vor
Die deutsche Unterhaltungsbranche steht vor einem wachsenden Skandal, nachdem die Schauspielerin Collien Fernandes ihren Ex-Mann, den Komiker und Schauspieler Christian Ulmen, öffentlich schwerwiegendes Fehlverhalten vorgeworfen hat. Die in Der Spiegel veröffentlichten Vorwürfe haben zu raschen Reaktionen geführt – darunter die Entfernung der erfolgreichen Serie Jerks. von Streaming-Plattformen.
Fernandes schilderte im November 2024 erschütternde Vorfälle: Ulmen soll sie mithilfe von Deepfake-Technologie virtuell vergewaltigt, gefälschte Nacktbilder und Sexvideos über gefälschte Profile verbreitet und während ihrer Ehe körperliche Gewalt ausgeübt haben. Die Enthüllungen, zu denen Ulmen laut Fernandes an Weihnachten 2024 ein Geständnis abgelegt haben soll, lösten Empörung aus. Auf Social Media häufte sich unter Hashtags wie #DerFeindImEigenenBett über 350.000 Likes an, während Kommentatoren Parallelen zum berüchtigten Fall Pelicot zogen und schärfere Gesetze gegen Deepfake-Missbrauch forderten.
Am Donnerstag nahm der Streamingdienst Joyn Jerks. aus dem Programm. Ein Sprecher begründete den Schritt damit, dass die Serie ein geschiedenes Paar in den Mittelpunkt stelle – ein Thema, das angesichts der realen Vorwürfe nun unangemessen wirke. Der ursprüngliche Sender ProSieben betonte unterdessen in einer Stellungnahme Ulmens Recht auf die Unschuldsvermutung, während die spanischen Behörden ihre Ermittlungen in einem Vorverfahren fortsetzen.
Fernandes erhält seitdem öffentlich Unterstützung von Kollegen aus der Branche. Der Skandal hat Ulmens einst positives Image als beliebter Komiker, Tatort-Schauspieler und Produzent schwer beschädigt – viele bezeichnen den Fall mittlerweile als Beispiel für "zwischenmenschliche Hölle".
Die Folgen von Fernandes' Vorwürfen sind noch nicht absehbar, die juristischen Schritte stecken in einer frühen Phase. Jerks. bleibt vorerst bei Joyn gesperrt, und der öffentliche Druck auf Aufklärung wächst. Gleichzeitig hat der Fall die Debatte über digitalen Missbrauch, die Regulierung von Deepfakes und den Schutz von Opfern in prominenten Konflikten neu entfacht.






