Großübung in Dachau testet bayerische Krisenreaktion auf hybriden Terrorangriff
Franka KallertGroßübung in Dachau testet bayerische Krisenreaktion auf hybriden Terrorangriff
Großübung der bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau
Diese Woche fand auf dem Gelände der bayerischen Bereitschaftspolizei in Dachau eine großangelegte Notfallübung statt. An der Übung beteiligten sich mehr als 300 Einsatzkräfte, darunter Polizei, Feuerwehr und militärische Einheiten. Die Organisatoren simulierten einen komplexen Angriff auf ein Rüstungs-Start-up, um Krisenreaktionsstrategien zu erproben.
Die von der Münchner Polizeidirektion geleitete Übung konzentrierte sich auf einen fiktiven Anschlag auf ein Unternehmen, das militärische Drohnen entwickelt. Das Szenario umfasste mehrere Bedrohungslagen: einen blockierten Bundeswehr-Konvoi, einen Machetenangriff, Geiselnahmen sowie einen Brand in einem Munitionslager.
Beteiligt waren unter anderem Bereitschaftspolizisten, Spezialeinsatzkommandos (SEK), Rettungskräfte, Feuerwehrleute und Feldjäger. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Kräften im Rahmen des seit 2017 bestehenden Programms GETEX (Gemeinsame Terrorismusabwehrausbildung) zu verbessern.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann lobte im Anschluss die reibungslose Durchführung der Übung und betonte die positiven Ergebnisse. Besonders die zivil-militärische Kooperation stehe im Fokus, um Vertrauen aufzubauen und Notfallprotokolle für hybride Kriegslagen zu optimieren.
Die Übung endete ohne reale Zwischenfälle und stärkte die Einsatzbereitschaft der bayerischen Sicherheitskräfte. Über 300 Einsatzkräfte verschiedener Behörden sammelten dabei praktische Erfahrungen im Umgang mit einer mehrschichtigen Krisensituation. Künftige Übungen im Rahmen von GETEX werden diese Fähigkeiten weiter testen und ausbauen.






