Mecklenburg-Vorpommern drohen 160 Millionen Euro Verlust bei EU-Agrarsubventionen
Franka KallertBackhaus: Ländliche Regionen dürfen nicht vernachlässigt werden - Mecklenburg-Vorpommern drohen 160 Millionen Euro Verlust bei EU-Agrarsubventionen
Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern stehen vor möglichen Verlusten von über 160 Millionen Euro jährlich an EU-Fördermitteln. Die Kürzungen ergeben sich aus geplanten Änderungen bei den Agrarsubventionen, von denen mehr als 1.000 Betriebe in der Region betroffen wären. Landesagrarminister Till Backhaus warnte vor schweren Folgen, sollten die Pläne umgesetzt werden.
Die vorgeschlagenen Kürzungen zielen vor allem auf größere landwirtschaftliche Betriebe ab – durch Obergrenzen und gestaffelte Zahlungen. Die Änderungen sind Teil der laufenden EU-Diskussionen zur Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2028. Backhaus betonte, dass die GAP nicht nur Einkommen der Landwirte sichere, sondern auch Projekte zur Entwicklung des ländlichen Raums finanziere.
Auf der Agrarministerkonferenz in Bad Reichenhall, Bayern, setzte sich Backhaus gemeinsam mit Brandenburg für klarere Düngeregeln ein. Aktuelle Gerichtsurteile haben durch die Anfechtung der Ausweisung nitratbelasteter Gebiete für Rechtsunsicherheit gesorgt. Die Minister forderten Vorschriften, die rechtlich belastbar sind und gleichzeitig für Landwirte praxistauglich umsetzbar bleiben.
Falls die EU die Subventionskürzungen durchsetzt, könnte der Agrarsektor in Mecklenburg-Vorpommern um Hundertmillionen an jährlicher Förderung schrumpfen. Gleichzeitig müssten sich die Landwirte mit strengeren Düngevorgaben und anhaltenden Rechtsstreitigkeiten auseinandersetzen. Backhaus machte deutlich, dass die Landwirtschaft und ländlichen Gemeinden der Region auf stabile GAP-Mittel angewiesen seien.






