26 June 2026, 14:13

Bundestag debattiert umstrittene Reform der Bauordnung für schnelleren Wohnungsbau

Neuer Baucode soll helfen

Bundestag debattiert umstrittene Reform der Bauordnung für schnelleren Wohnungsbau

Bundestag debattiert erstmals über reformierte Bauordnung zur Beschleunigung des Wohnungsbaus

Der Bundestag hat erstmals über einen überarbeiteten Entwurf der Bauordnung beraten, der den Wohnungsbau beschleunigen soll. Der Gesetzentwurf sieht weitreichende Änderungen der Planungs- und Bauvorschriften vor. Kritiker warnen bereits vor negativen Folgen für Umweltstandards und Bezahlbarkeit.

Ziel: Schnellere Genehmigungen, weniger Bürokratie Hauptzweck der reformierten Bauordnung ist es, Wohnungsbauprojekte zu beschleunigen. Dazu werden Maßnahmen eingeführt, um Planungs- und Bauverfahren zu straffen, zu digitalisieren und zu vereinfachen. Auch Umweltprüfungen und Bürgerbeteiligung sollen nach den neuen Regeln schlanker gestaltet werden.

Der Entwurf räumt Kommunen zudem die Möglichkeit ein, sogenannte „Slum-Immobilien“ bei „extremen Missständen“ zu enteignen. Diese Instrumente sollen es lokalen Behörden erleichtern, gegen schlechte Wohnverhältnisse vorzugehen.

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Kritik aus der Opposition In der Debatte meldeten sich oppositionelle Stimmen zu Wort. Kassem Taher Saleh von den Grünen warf dem Entwurf vor, Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards auszuhöhlen. Katalin Gennburg von der Linken kritisierte den „Bauen, bauen, bauen“-Ansatz und forderte stattdessen Mietpreisbremse und die Umnutzung von Leerständen, um die Wohnungsnot zu lindern. Marc Bernhard von der AfD behauptete, die Reform werde die Baukosten nicht senken.

Beschleunigung ja – aber um welchen Preis? Die reformierte Bauordnung stärkt zwar die Handlungsmöglichkeiten der Kommunen und soll den Wohnungsbau vorantreiben. Doch es gibt Bedenken hinsichtlich der ökologischen Folgen und der Frage, ob sie die Wohnungsnot tatsächlich wirksam bekämpft. Die Debatte im Parlament markiert den Start des Gesetzgebungsverfahrens.

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