Bayern verschärft Regeln für Ferienwohnungen gegen Wohnungsnot in Städten
Katarina OrtmannNeue Transparenz zur Verhinderung von Missbrauch von Wohnraum - Bayern verschärft Regeln für Ferienwohnungen gegen Wohnungsnot in Städten
Bayern führt neues Gesetz gegen Missbrauch von Ferienwohnungen ein
Bayern hat ein neues Gesetz verabschiedet, um das wachsende Problem von Kurzzeitferienvermietungen einzudämmen. Das Gesetz zur Bekämpfung des Wohnraummissbrauchs soll Städten helfen, gegen Vermieter vorzugehen, die Touristen gegenüber Langzeitmietern bevorzugen. Behörden begründen den Schritt damit, die Wohnungsnot in stark nachgefragten städtischen Gebieten zu entschärfen.
Der Landtag in München billigte die Maßnahmen, die ein von der EU unterstütztes digitales Registrierungssystem einführen. Ab dem 1. April 2026 müssen alle, die eine Immobilie auf Plattformen wie Airbnb anbieten, sich zuvor bei den lokalen Behörden anmelden. Anschließend müssen sie ihre Registriernummer der Buchungsplattform vorlegen, bevor sie ihre Unterkunft inserieren dürfen.
Das Gesetz ermöglicht es Kommunen zudem, auf ein EU-weites Datenaustauschsystem zuzugreifen. Dadurch können sie Mietangebote leichter überprüfen und die Einhaltung der Vorschriften besser kontrollieren. Kritiker argumentieren, dass Kurzzeitvermietungen die Mieten in die Höhe treiben, indem sie das Angebot an langfristigem Wohnraum verknappen.
Bis März 2026 hatten bereits 47 bayerische Gemeinden eigene digitale Registrierungssysteme eingerichtet. Die neuen landesweiten Regelungen werden das Verfahren nun vereinheitlichen und Schlupflöcher schließen.
Die Änderungen treten am 1. April 2026 in Kraft und geben den Kommunen schärfere Instrumente an die Hand, um Kurzzeitvermietungen zu überwachen und zu regulieren. Die Behörden erwarten, dass das System illegale Angebote reduziert und mehr Wohnungen für Einheimische freimacht. Das Gesetz steht im Einklang mit den breiten EU-Bemühungen, den durch Tourismus verursachten Druck auf den Wohnungsmarkt zu verringern.






