Augsburg zählt Briefwahlstimmen im Bierzelte – eine ungewöhnliche Lösung
Klaas BarthKein Platz im Ausstellungssaal - Wahlhelfer ziehen ins Bierzelt - Augsburg zählt Briefwahlstimmen im Bierzelte – eine ungewöhnliche Lösung
Augsburgs Stichwahl um das Bürgermeisteramt nahm eine ungewöhnliche Wendung, als die Briefwahlstimmen in einem Bierzelte ausgezählt wurden. Da kein anderer großer Veranstaltungsort verfügbar war, griff die Stadt auf das Gelände des Plärrer-Volksfests zurück. Die Entscheidung fiel, nachdem die ursprünglich genutzte Ausstellungshalle bereits für eine andere Veranstaltung gebucht war.
Die erste Wahlrunde am 8. März hatte noch in einer Messehalle stattgefunden, doch für die Stichwahl am 22. März stand diese nicht mehr zur Verfügung. Die Behörden suchten nach einer Alternative, fanden aber keinen ausreichend großen Innenraum. Das Ostervolksfest sollte am 5. April beginnen, und seine Zelte waren auf dem Plärrer-Gelände bereits aufgebaut.
Die Stadt reservierte daher eines der Bierzelte für die Stimmenauszählung. Trotz des ungewöhnlichen Ortes konnten die Wahlhelfer die Briefwahlstimmen wie geplant bearbeiten. Konkrete Zahlen zur Wahlbeteiligung bei der Stichwahl wurden nicht veröffentlicht, obwohl im weiteren Stadtgebiet bereits früher im Monat Kommunalwahlen stattgefunden hatten.
Das Bierzelt bot eine praktische Lösung für ein logistisches Problem. Ohne diese Improvisation hätte die Stadt Schwierigkeiten gehabt, einen geeigneten Ort für die Auszählung zu finden. Die Stichwahl verlief planmäßig – und das Volksfestgelände wurde so zu einem ungewöhnlichen, aber essenziellen Teil des Wahlprozesses.






