13 June 2026, 16:12

Wirtschaftsexpertin Grimm zerpflückt die Reformpolitik der Bundesregierung

Wirtschaftsexpertin Grimm kritisiert Reformpläne der Regierung

Wirtschaftsexpertin Grimm zerpflückt die Reformpolitik der Bundesregierung

Veronika Grimm, Mitglied des deutschen Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung öffentlich scharf kritisiert. Ihrer Ansicht nach verfehlen die aktuellen Reformen das Ziel, dynamisches und nachhaltiges Wachstum im Land zu fördern.

Grimm betont, dass technologischer Fortschritt entscheidend für die langfristige Wirtschaftskraft sei. Gleichzeitig warnt sie, Deutschland „ersticke“ Innovation systematisch durch veraltete Regulierungen. Als positive Beispiele nennt sie Dänemark und Schweden, wo flexible Arbeitsmärkte und innovationsfreundliche Politiken den Fortschritt vorantreiben.

Aktuelle Vorschläge – etwa die Einbeziehung von Beamten in die Sozialversicherung – weist sie als wirkungslos zurück. Solche Maßnahmen, so Grimm, verschwendeten politische Energie, ohne das Wachstum anzukurbeln. Auch das Ehegattensplitting bezeichnet sie als eine Reform mit „beinahe keiner Wachstumswirkung“.

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Ihre Kritik beschränkt sich nicht auf die Innenpolitik. Grimm verweist auf wachsende geopolitische Spannungen und die zunehmende wirtschaftliche Verwundbarkeit Europas als zusätzliche Herausforderungen. Sie besteht darauf, dass Deutschland sein regulatorisches Rahmenwerk grundlegend modernisieren müsse, um im Technologie-Wettbewerb mithalten zu können.

Im Kern wirft Grimm der Bundesregierung vor, notwendige Reformen zu vernachlässigen. Sie fordert einen Kurswechsel hin zu einer Politik, die Innovation freisetzt und die Wirtschaft stärkt. Ohne solche Veränderungen, so ihre Warnung, drohe Deutschland in der sich rasant wandelnden globalen Landschaft weiter zurückzufallen.

Quelle