Wie eine Bürgerenergiegenossenschaft Freising zur Solar-Hochburg machte
Katarina OrtmannWie eine Bürgerenergiegenossenschaft Freising zur Solar-Hochburg machte
Die Bürgerenergiegenossenschaft Freisinger Land hat sich zu einem bedeutenden Anbieter erneuerbarer Energien entwickelt. Sie betreibt heute Dachsolaranlagen und Solarparks mit einer kombinierten Leistung von 4,6 Megawatt. Die Genossenschaft versorgt 1.300 Kunden mit sauberem Strom und baut ihre grünen Initiativen weiter aus.
Eine Schlüsselrolle bei der Solarentwicklung in der Region spielte Andreas Henze, ein ortsansässiger Installateur. Bereits 1994 errichtete er eine der ersten Photovoltaikanlagen Deutschlands – eine 550-Watt-Anlage. Bis zum Jahr 2000 hatte er sein Unternehmen SolAH auf die Installation von Photovoltaiksystemen für landwirtschaftliche Gebäude spezialisiert.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das der Bundestag am 25. Februar 2000 verabschiedete und das am 1. April 2000 in Kraft trat, löste den Solarboom in Deutschland aus und stärkte die globale Solarindustrie. Henze installierte 2006 eine 70-Kilowatt-Anlage – eine Größe, die für ihn einst undenkbar gewesen war.
Bis 2012 baute Henze Anlagen mit 20 bis 50 Kilowatt Leistung für Landwirte und bewies deren wirtschaftliche Tragfähigkeit. 2013 wurde er Gründungsvorstandsmitglied der Bürgerenergiegenossenschaft Freisinger Land. Die Genossenschaft betreibt heute ein Ladenetz mit 73 Stationen und plant den Bau von zehn Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 64 Megawatt.
Schon 1993 hatte der Förderkreis Solarkraft Freising den zweiten kostendeckenden Einspeisetarif für Solarstrom in Deutschland durchgesetzt – den ersten in Bayern. Dieser frühe Erfolg ebnete den Weg für das spätere Wachstum. Mittlerweile beliefert die Genossenschaft über tausend Kunden mit erneuerbarer Energie. Zu ihren Projekten zählen Solaranlagen, Ladestationen und künftige Windparks. Diese Initiativen prägen weiterhin die Energielandschaft der Region.






