09 May 2026, 16:16

Wie eine Bauernfamilie mit Direktsaat und Kompost die Böden rettet

Komposteimer gefüllt mit Erde und Gras, umgeben von Pflanzen auf der rechten Seite.

Wie eine Bauernfamilie mit Direktsaat und Kompost die Böden rettet

In Nordbayern bewirtschaftet die Familie Hennig einen Ackerbaubetrieb mit einem klaren Fokus auf Bodengesundheit. Seit fast einem Jahrzehnt verzichtet sie auf das herkömmliche Pflügen und setzt stattdessen auf Direktsaat, um ihr Land widerstandsfähiger gegen unberechenbares Wetter zu machen. Ihr Ansatz verbindet moderne Techniken mit ökologischen Prinzipien und reduziert chemische Eingriffe, wo immer es möglich ist.

Vor acht Jahren begannen die Hennigs mit der Direktsaat, um die Bodenresilienz zu stärken. Um ihre Felder zusätzlich zu schützen, nutzen sie mittlerweile festgelegte Fahrspuren für die Maschinen und haben die Fruchtfolge verlängert. Zwischenfrüchte werden ganzjährig angebaut, während eine sorgfältige Überwachung Schnecken und Mäuse in Schach hält.

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Die Bodenbiologie steht im Mittelpunkt ihrer Methode. Die Familie stellt eigene organische Düngemittel her, indem sie Gesteinsmehl und Pflanzenkohle mischt, um den Boden zu nähren. Regelmäßige Tests – darunter Boden-, Mikronährstoff- und Blattanalysen – steuern ihre Düngungsentscheidungen während der Vegetationsperiode.

Chemische Beizmittel für Saatgut setzen die Hennigs seit Jahren nicht mehr ein. Stattdessen bringen sie beim Säen einen selbst hergestellten Kompostextrakt direkt in die Saatfurche aus, etwa 140 Liter pro Hektar. Ihr Kompost entsteht durch Heißrotte am Feldrand und verwandelt die Gülle ihrer Freilandschweine in humusreichen Dünger. Jonas Hennig, der Sohn, hat dieses Wissen durch eine Ausbildung beim Kompostspezialisten Urs Hildebrandt vertieft.

Das System der Hennigs ersetzt synthetische Düngemittel durch biologische Alternativen, ohne die Produktivität zu beeinträchtigen. Durch die Kombination von Direktsaat, Kompostextrakten und präziser Bodenbewirtschaftung streben sie eine Landwirtschaft im Einklang mit natürlichen Prozessen an. Ihre Methoden entwickeln sich ständig weiter, während sie ihren Fokus auf langfristige Bodenfruchtbarkeit verfeinern.

Quelle