18 April 2026, 12:20

Walpurgisnacht: Wenn Hexensagen und Frühlingsbräuche lebendig werden

Feuer in einer nächtlichen Grasfläche, umgeben von trockenen Blättern und Holzstöcken, mit Bäumen und einem Karren im Hintergrund unter dem sichtbaren Himmel.

Walpurgisnacht: Wenn Hexensagen und Frühlingsbräuche lebendig werden

Walpurgisnacht – Ein Fest zwischen Brauchtum und Hexensagen

Jedes Jahr findet in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai die Walpurgisnacht statt. Das Fest verbindet uralte Traditionen mit christlichem Erbe, ehrt die heilige Walburga und hält zugleich alte Frühlingsbräuche lebendig. Heute ist es vor allem für ausgelassene Feiern, große Maifeuer und Erzählungen über Hexentreffen im Harz bekannt.

Die Ursprünge der Walpurgisnacht reichen bis ins 9. Jahrhundert zurück. Damals vermischten sich die christliche Verehrung der heiligen Walburga – einer angelsächsischen Äbtissin – mit älteren heidnischen Frühlingsriten. Obwohl ihr offizieller Gedenktag auf den 1. Mai fällt, gedachten einige Regionen bereits am 25. Februar ihres Todestags.

Im Laufe der Zeit verband sich die Nacht mit Hexensagen. Der Legende nach fliegen in der Nacht zum 1. Mai Hexen auf Besen vom Hexentanzplatz in Thale zum Brocken, dem höchsten Gipfel des Harzes, um dort ein wildes Treiben zu feiern. Der Brocken, einst Blocksberg genannt, erlangte während der Hexenverfolgungen des 15. und 16. Jahrhunderts einen düsteren Ruf.

Mit der Aufklärung verlor sich der Glaube an teuflische Versammlungen. Stattdessen entwickelte sich die Walpurgisnacht zu einem fröhlichen Volksfest. Heute wird sie mit Maifeuern – den sogenannten Hexenfeuern – und dem "Tanz in den Mai" begangen. Die Feiern dauern oft bis weit nach Mitternacht und gehen nahtlos in die Maifeiertage über.

Der Brocken bleibt ein zentraler Ort der Bräuche. Zwar sind die Hexenprozesse längst vorbei, doch die Verbindung des Berges zu den Sagen besteht fort. Heute steht das Fest weniger für Furcht oder Aberglauben als vielmehr für Gemeinschaft und Lebensfreude.

Die Walpurgisnacht hat sich zu einem lebendigen kulturellen Ereignis in vielen Regionen entwickelt. Mit ihren Feuern, Tänzen und Hexengeschichten hält sie Geschichte und Mythos gleichermaßen wach. Für viele markiert sie den inoffiziellen Frühlingsbeginn – eine Mischung aus alten Bräuchen und modernen Feiern.

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