Volks- und Raiffeisenbanken öffnen sich für den Handel mit Kryptowährungen
Franka KallertVolks- und Raiffeisenbanken öffnen sich für den Handel mit Kryptowährungen
Eine neue technische Plattform für den Handel mit Kryptowährungen steht nun allen Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland offen. Das von der DZ Bank entwickelte System folgt auf eine erfolgreiche Pilotphase mit sechs Instituten Ende 2024. Viele dieser Banken bereiten sich derzeit darauf vor, ihren Kunden in naher Zukunft Krypto-Dienstleistungen anzubieten.
Das Pilotprogramm wurde im vergangenen Jahr mit sechs teilnehmenden Volksbanken abgeschlossen. Nach dessen Abschluss erweiterte die DZ Bank den Zugang zur Plattform auf ihr gesamtes Netzwerk. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer wachsenden Nachfrage nach digitalen Vermögenswerten – trotz anhaltender Bedenken hinsichtlich der damit verbundenen Risiken.
Aktuelle Umfragen zeigen, dass 71 Prozent der deutschen Volksbanken Optionen für den Kryptowährungshandel prüfen. Davon planen 33 Prozent, innerhalb der nächsten fünf Monate technische Lösungen einzuführen. Weitere 21 Prozent rechnen damit, dies innerhalb von sechs bis zwölf Monaten umzusetzen. Gleichzeitig gehen 17 Prozent davon aus, dass es zwei Jahre oder länger dauern könnte, bis Kunden Zugang erhalten.
DZ-Bank-Vorstandsvorsitzender Cornelius Riese hat die hohe Volatilität von Vermögenswerten wie Bitcoin eingeräumt. Zentralbanker weisen Kryptowährungen häufig als instabil und nicht als echte Währungen zurück. Dennoch argumentiert Riese, dass sie trotz der Risiken eine klare Nachfrage unter Anlegern bedienen.
Die vollständige Einführung der Plattform markiert einen bedeutenden Schritt für den genossenschaftlichen Bankensektor in Deutschland. Da die meisten Volksbanken nun Krypto-Dienstleistungen in Betracht ziehen, könnten Kunden bald neue Handelsmöglichkeiten erhalten. Der Zeitplan für den Zugang wird jedoch in den kommenden Monaten und Jahren zwischen den Instituten variieren.






