27 April 2026, 00:26

VDA fordert Kehrtwende in Verkehrs- und Energiepolitik vor der IAA 2025

Balkendiagramm, das die Anzahl der Elektrofahrzeuge in den Vereinigten Staaten zeigt, wobei die Gesamtkapazität von BMW angegeben ist.

VDA fordert Kehrtwende in Verkehrs- und Energiepolitik vor der IAA 2025

Verband der Automobilindustrie (VDA) stellt Forderungen für IAA 2025 – Kritik an Verbrenner-Aus und Energiepolitik

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat in einem neuen Positionspapier mit dem Titel "Positionsammlung zur IAA 2025" eine Reihe von Forderungen vorgelegt. Das Dokument, das in Abstimmung mit der Unionsfraktion erarbeitet wurde, verlangt grundlegende Änderungen in der Verkehrs- und Energiepolitik. Im Mittelpunkt stehen Arbeitsplatzsicherung, Infrastrukturausbau sowie die Ablehnung des geplanten Verbrenner-Verbots.

Sowohl der VDA als auch Politiker der Union üben scharfe Kritik an den aktuellen Regierungsplänen – die Spannungen in der Debatte um die Zukunft der deutschen Automobilbranche nehmen damit vor der IAA Mobility 2025 weiter zu.

In dem Papier betont der VDA die dringende Notwendigkeit, das mobile Netz entlang der Autobahnen zu verbessern. Vorgeschlagen wird, zusätzliche Mittel aus den Sondervermögen für die Modernisierung der digitalen Infrastruktur zu nutzen. Zudem fordert der Verband einen beschleunigten Ausbau der Strom- und Wasserstoffnetze, um Elektrofahrzeuge und alternative Antriebe zu fördern.

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Beim Thema Arbeitsplätze warnt der VDA vor Jobverlusten durch den Umstieg auf Elektroautos. Gefordert werden politische Maßnahmen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen und bestehende zu sichern. Die Unionsfraktion hatte ein Qualifizierungsprogramm für Beschäftigte ins Spiel gebracht, das jedoch von Tilman Kuban, Bundestagsabgeordneter, abgelehnt wurde. Er argumentierte, dass Weiterbildungsmaßnahmen akute Stellenstreichungen nicht verhindern könnten.

Kritik übt der VDA auch am geplanten EU-weiten Verbrenner-Verbot. Die Unionsfraktion, unterstützt vom Verband, bezeichnet die Regelung als "überzogen" und fordert ihre Rücknahme. Kuban ging noch einen Schritt weiter: Er schlug vor, "Grenzwerte" abzuschaffen und bei Verstößen härtere Strafen zu verhängen. Zudem pochte er auf eine präzisere rechtliche Formulierung, um die Einhaltung der Vorschriften durchzusetzen.

Der VDA verteidigte seine Rolle in der politischen Debatte als legitimen Teil des demokratischen Meinungsbildungsprozesses. Der Verband betonte, dass die Einbindung der Wirtschaft dazu beitrage, politische Entscheidungen mit den realen wirtschaftlichen Folgen in Einklang zu bringen.

Mit seinen Forderungen setzt der VDA die Politik unter Zugzwang, ihre Strategien in den Bereichen Verkehr und Energie zu überdenken. Die Veröffentlichung des Papiers vor der IAA 2025 unterstreicht den Druck der Branche auf reformfreundlichere Rahmenbedingungen. Angesichts der offenen Fragen zu Arbeitsplätzen und Infrastruktur dürfte die Diskussion über die Zukunft der deutschen Automobilwirtschaft weiter an Fahrt aufnehmen.

Quelle