USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Bundeswehr plant massiven Ausbau
Katarina OrtmannUSA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Bundeswehr plant massiven Ausbau
Die USA haben Pläne bekannt gegeben, innerhalb des nächsten Jahres 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius erklärte, der Schritt sei erwartet worden und stehe im Einklang mit gemeinsamen strategischen Interessen.
Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Deutschland plant, die eigene Armee, die Bundeswehr, von 185.000 auf 260.000 Soldatinnen und Soldaten auszubauen. Wie US-Beamte am Freitag, dem 1. Mai, bestätigten, wird die Zahl der in Deutschland stationierten Militärangehörigen verringert. Der Abzug, der voraussichtlich sechs bis zwölf Monate dauern wird, betrifft Stützpunkte, die das US-European Command und das US-Africa Command beherbergen. Derzeit sind in Deutschland insgesamt etwa 38.000 US-Soldaten stationiert.
Pistorius würdigte die langjährige Präsenz der US-Streitkräfte als vorteilhaft für beide Länder. Gleichzeitig betonte er, Europa müsse mehr Verantwortung für seine Sicherheit übernehmen. Seine Äußerungen folgten Forderungen von Kritikern, die einen noch stärkeren Ausbau der Bundeswehr fordern – mit Verweis auf die wachsende Einflussnahme Russlands.
NATO-Vertreter stimmen sich derzeit mit den US-Behörden ab, um die Details des Truppenabzugs zu finalisieren. Die deutsche Regierung hat noch nicht dargelegt, wie sich die Reduzierung auf gemeinsame Militäroperationen oder die Infrastruktur der Stützpunkte auswirken könnte. Durch den Abzug verringern die USA ihre Truppenstärke in Deutschland um etwa 13 Prozent. Gleichzeitig zielt Deutschlands geplanter Ausbau der Bundeswehr darauf ab, die nationalen Verteidigungskapazitäten zu stärken. Weitere Anpassungen der Sicherheitspolitik als Reaktion auf die Veränderungen wurden von offizieller Seite bisher nicht genannt.






