US-Bundesstaaten setzen Pensionsgelder auf Bitcoin-ETFs – ein riskantes Experiment?
Katarina OrtmannUS-Bundesstaaten setzen Pensionsgelder auf Bitcoin-ETFs – ein riskantes Experiment?
Mehrere US-Bundesstaaten erlauben inzwischen die Anlage öffentlicher Gelder in Kryptowährungen. Wisconsin machte im Februar 2025 den Anfang, als es bekannt gab, über sein Rentensystem 321 Millionen US-Dollar in Bitcoin-ETFs investiert zu haben. Michigan zog nach und setzte ebenfalls staatliche Pensionsfonds für ähnliche Wetten ein.
Wisconsin wurde damit zum ersten Bundesstaat, der Rentengelder über einen ETF in digitale Vermögenswerte investierte. Michigan schloss sich kurz darauf an und wies Mittel aus dem State of Michigan Retirement System demselben Bitcoin-ETF zu.
Andere Bundesstaaten prüfen derzeit Gesetze oder passen sie an, um solche Investitionen zu ermöglichen. Arizona hat bereits die Verwendung von Rücklagegeldern für den Kauf von Kryptowährungen genehmigt. Es wird erwartet, dass weitere Staaten die Beschränkungen lockern, während die Diskussionen andauern.
Die unterstützende Haltung der Trump-Administration gegenüber Krypto hat diesen regulatorischen Wandel begünstigt. Besonders von Republikanern geführte Bundesstaaten zeigen sich offen für den Besitz digitaler Vermögenswerte und orientieren sich dabei an der Bundespolitik. Dennoch müssen Pensionsverwalter weiterhin begründen, warum volatile Anlagen wie Kryptowährungen eine sinnvolle Verwendung öffentlicher Gelder darstellen.
Trotz dieser Entwicklungen bleibt der tatsächliche Zufluss von realem Kapital in digitale Vermögenswerte bescheiden. Der Schritt markiert jedoch eine schrittweise, aber bemerkenswerte Veränderung im Umgang mit öffentlichen Geldern. Bundesstaaten wie Wisconsin und Michigan haben damit einen Präzedenzfall geschaffen, während andere die Risiken und Chancen abwägen. Die regulatorischen Rahmenbedingungen entwickeln sich weiter, doch die praktische Umsetzung steckt noch in den Kinderschuhen.






