Thomas Haslinger wird neuer Oberbürgermeister von Landshut – mit klarem Fokus auf Wohnungsbau
Franka KallertThomas Haslinger wird neuer Oberbürgermeister von Landshut – mit klarem Fokus auf Wohnungsbau
Dr. Thomas Haslinger ist zum neuen Oberbürgermeister von Landshut gewählt worden, nachdem er die Stichwahl am Sonntag für sich entschieden hat. Der 39-jährige CSU-Kandidat erhielt 52,5 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen seinen Konkurrenten Christoph Rabl von den Grünen durch. Haslinger wird sein Amt am 1. Mai 2026 antreten und löst damit Alexander Putz ab, der die Stadt seit 2017 geführt hat.
Haslinger, derzeit stellvertretender Bürgermeister, bedankte sich bei den Wählern für ihr Vertrauen – in einer politisch schwierigen Zeit für seine Partei. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 43,6 Prozent und damit niedriger als in der ersten Runde am 8. März. Er räumte die herausfordernden Rahmenbedingungen ein, betonte jedoch die Notwendigkeit einer stabilen Ratsmehrheit für die kommenden sechs Jahre.
Ganz oben auf seiner Agenda steht der Wohnungsbau. Deutschland verfehlt seit Jahren das jährliche Ziel von 400.000 neuen Wohnungen: 2022 wurden nur 295.300 fertiggestellt, 2023 sogar nur 295.000. Auch Landshut kämpft mit ähnlichen Problemen, darunter Fachkräftemangel, steigende Kosten und unzureichende Förderung für den sozialen Wohnungsbau – Themen, die bereits nach dem Wohnungsgipfel 2023 in den Fokus rückten.
Der designierte Oberbürgermeister kündigte an, mit allen demokratischen Parteien, einschließlich der Grünen, über mögliche Koalitionen zu sprechen. Zwar seien auch andere Mehrheiten denkbar, doch unterstrich er die Bedeutung einer verlässlichen Partnerschaft, um die drängendsten Herausforderungen anzugehen. Nach den Feierlichkeiten mit Kollegen werde er bereits am nächsten Tag die Arbeit aufnehmen, um sich diesen Aufgaben zu widmen.
Haslingers Sieg markiert einen Führungswechsel in Landshut nach fast einem Jahrzehnt unter Putz. Sein Fokus auf Wohnungsbau und parteiübergreifende Zusammenarbeit wird die städtische Agenda ab 2026 prägen. Der neue Oberbürgermeister hat bereits signalisiert, dass er sein Amt mit pragmatischem Einsatz angehen wird.






