08 April 2026, 00:22

Stillgelegte Staudenbahn-Nord soll 2028 nach Jahrzehnten wieder fahren

Schwarz-weiß-Foto eines Bahnhofs in Dielkirchen, Deutschland, mit einem Zug auf den Gleisen, umgeben von Häusern, Pfählen, Bäumen, Pflanzen und Menschen, Bergen im Hintergrund und einem klaren Himmel.

Eisenbahn-Renaissance in Schwaben - Linie kurz vor der Reaktivierung - Stillgelegte Staudenbahn-Nord soll 2028 nach Jahrzehnten wieder fahren

Stillgelegte Bahnstrecke in Süddeutschland soll nach Jahrzehnten wiedereröffnet werden

Eine seit langem stillgelegte Eisenbahnstrecke in Süddeutschland steht vor der Wiederinbetriebnahme nach Jahrzehnten der Nichtnutzung. Die 13 Kilometer lange Verbindung zwischen Gessertshausen und Langenneufnach befindet sich nun in der finalen Planungsphase für die Reaktivierung. Die Kosten des Projekts werden auf 65 Millionen Euro geschätzt, wobei der Großteil der Finanzierung voraussichtlich aus Bundesmitteln stammen wird.

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Der nördliche Abschnitt der Staudenbahn, bekannt als Staudenbahn-Nord, wird vollständig saniert. Gleise müssen erneuert und Oberleitungen für den elektrischen Betrieb moderner Züge installiert werden. Eine Machbarkeitsstudie sprach sich zudem gegen eine Verlängerung der Strecke nach Süden bis Türkheim aus, da die zu erwartende Nachfrage zu gering sei.

Die Bauarbeiten sollen knapp zwei Jahre dauern. Nach der Fertigstellung wird die Strecke stündliche Verbindungen zum Augsburger Hauptbahnhof anbieten, wobei die Züge Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h erreichen sollen. Der Zeitplan hängt jedoch von den notwendigen Modernisierungsarbeiten am Bahnhof Gessertshausen ab, die die Deutsche Bahn durchführen muss.

Bevor die Arbeiten beginnen, läuft bis zum 19. November eine öffentliche Anhörung. Anwohner und Beteiligte können zudem bis zum 19. Januar 2026 formelle Einwände gegen die Pläne einreichen. Falls alles nach Plan verläuft, könnten die ersten Züge Ende 2028 fahren.

Das Projekt stellt eine bedeutende Investition in den regionalen Nahverkehr dar, wobei voraussichtlich bis zu 90 Prozent des 65-Millionen-Euro-Budgets aus Bundesmitteln gedeckt werden. Nach der Inbetriebnahme wird die Strecke eine direkte und schnellere Verbindung nach Augsburg bieten. Der Erfolg der Reaktivierung hängt davon ab, ob die Bahnhofsmodernisierungen abgeschlossen werden und die finalen Genehmigungen erteilt werden.

Quelle