Solingens Innenstadt braucht dringend einen Masterplan gegen den Niedergang
Klaas BarthSolingens Innenstadt braucht dringend einen Masterplan gegen den Niedergang
Solingens Innenstadt steht vor ernsten Herausforderungen. Leerstehende Läden, ein schrumpfendes Warenangebot und der Mangel an Gastronomie sowie sozialen Begegnungsstätten verdeutlichen die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme der Stadt. Der Niedergang vollzog sich schleichend – über viele Jahre hinweg.
Die Ursachen für die Misere liegen nur teilweise in lokaler Hand. Großstädte in der Umgebung haben wichtige Dienstleistungen abgezogen, während der Online-Handel die Kundenfrequenz in den Läden sinken ließ. Die Kommunalpolitik setzte zwar auf Einzelprojekte und Fachkonzepte, doch ein umfassendes Gesamtkonzept fehlt bis heute.
Walsken fordert nun einen ganzheitlichen Masterplan für den gesamten Rings um die Innenstadt. Dieser soll städtische Planung, soziale, kulturelle, klimapolitische, verkehrstechnische und gemeinwesenorientierte Prioritäten verbinden. Zudem plädiert er für mehr finanzielle Spielräume und einen Wechsel von isolierten Vorhaben hin zu einer stadtweiten Entwicklungsstrategie.
Doch der Erfolg hängt nicht allein vom Zentrum ab. Auch angrenzende Gebiete wie die Mangenberger Straße oder das Werwolf-Viertel müssen einbezogen werden. Walsken schlägt konkrete Maßnahmen vor – etwa bessere Vernetzung zwischen der Glasernen Werkstatt und lokalen Start-ups, den Ausbau von Studentenwohnheimen oder die Förderung der Digitalisierung. Entscheidend sei es, eine moderne, mobile und gut verdienende Zielgruppe anzuziehen, um die Wiederbelebung voranzutreiben.
Die Umsetzung eines solchen Plans wird Jahre dauern – daher muss der Erneuerungsprozess jetzt beginnen. Die Zukunft der Stadt steht und fällt mit einem abgestimmten Vorgehen in allen Bereichen. Ohne diesen ganzheitlichen Ansatz droht der Abwärtstrend anzudauern.
