01 April 2026, 00:27

Söder warnt: Europa kann ohne die USA nicht überleben – weder militärisch noch wirtschaftlich

Eine Karte, die die 73-jährige Erweiterung der Nordatlantischen Vertragsorganisation (NATO) von 1949 bis heute veranschaulicht, unterteilt in Regionen, die verschiedene Jahre darstellen.

Söder warnt: Europa kann ohne die USA nicht überleben – weder militärisch noch wirtschaftlich

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die lebenswichtige Bedeutung der Partnerschaft zwischen den USA und der EU für die Sicherheit Europas betont. In jüngsten Äußerungen verglich er das Verhältnis mit einer angespannten Ehe – einer Verbindung, die sorgfältige Pflege brauche und nicht einfach aufgegeben werden dürfe. Seine Aussagen fallen in eine Zeit, in der sich die militärischen Bindungen zwischen beiden Seiten seit Russlands Invasion in der Ukraine 2022 weiter vertieft haben.

Söder lobte Bundeskanzler Olaf Scholz für dessen ausgewogene Handhabung der Beziehungen zu den USA. Gleichzeitig mahnte er Europa zur Besonnenheit: Man solle Washington nicht provozieren, sondern klare Orientierung bieten. Zugleich warnte er, dass Europa weder in der Verteidigung noch in der digitalen Technologie oder der wirtschaftlichen Stärke in der Lage sei, allein zu bestehen.

Zur nuklearen Abschreckung lehnte Söder eine mögliche atomare Rolle Deutschlands entschieden ab. Rechtlich wie praktisch sei dies für das Land undenkbar, so der Ministerpräsident. Auch die Vorstellung, sich ausschließlich auf das französische Atomarsenal zu verlassen, bezeichnete er als schwerwiegende Fehleinschätzung. Zwar könnten die französischen Kapazitäten die gemeinsame Verteidigung stärken, doch dürften sie nicht die einzige Lösung sein.

Hintergrund dieser Aussagen sind fünf Jahre wachsender militärischer Zusammenarbeit zwischen den USA und der EU. Seit 2022 haben sich die NATO-Verpflichtungen intensiviert, verbunden mit Forderungen nach mehr einsatzbereiten EU-Kräften zur Stärkung der Abschreckung. Bereits zu Jahresbeginn wurden im Bundestag zudem die US-saudischen Partnerschaften bei der Verarbeitung seltener Erden diskutiert – ein kritischer Faktor für amerikanische Militär-Lieferketten. Deutsche Vertreter betonen immer wieder die Notwendigkeit enger transatlantischer Kooperation in diesen Bereichen.

Söders Position spiegelt die breiten Bedenken über Europas strategische Abhängigkeiten wider. Seine Warnungen zur Atompolitik und den transatlantischen Beziehungen unterstreichen die bevorstehenden Herausforderungen. Der Fokus liegt vorerst darauf, die enge Abstimmung zwischen den USA und der EU aufrechtzuerhalten – während gleichzeitig die europäischen Verteidigungslücken geschlossen werden müssen.

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AKTUALISIERUNG

Söder's US Visit: Strengthening Ties in Texas and South Carolina

Ministerpräsident Markus Söder is taking concrete steps to deepen transatlantic partnerships. During his first US visit as Bavarian leader, he will focus on technology and economic collaboration in two key states:

  • Meetings in Texas include discussions on an AI-controlled spaceflight project with NASA and DLR.
  • In South Carolina, he will address US tariffs and protectionism with Governor Henry McMaster.
  • The trip avoids Washington, reflecting a strategy to engage Republican-led states while maintaining diplomatic balance.