Söder fordert: DFB-Team soll bei WM 2026 auf politische Gesten verzichten
Franka KallertSöder rät DFB-Team: 'So wenig Politik wie möglich' - Söder fordert: DFB-Team soll bei WM 2026 auf politische Gesten verzichten
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die deutsche Fußballnationalmannschaft aufgefordert, bei der nächsten Weltmeisterschaft auf politische Gesten zu verzichten. Seine Äußerungen folgen auf eine Reihe von Kontroversen während des Turniers 2022 in Katar, bei dem die Mannschaft mit mehreren prominenten Stellungnahmen für Aufmerksamkeit sorgte. Söder wünscht sich nun eine klare Rückkehr zum sportlichen Fokus, während die WM 2026 näher rückt.
Die Weltmeisterschaft 2022 in Katar war für Deutschland von politischen Diskussionen geprägt. Mannschaftskapitän Manuel Neuer trug zur Unterstützung der LGBTQ+-Rechte eine Regenbogen-Binde, während die Spieler bei einem Teamfoto demonstrativ die Mäuler zuhielten, um gegen die Haltung der FIFA zur Meinungsfreiheit zu protestieren. Diese Aktionen fanden weltweit Beachtung, fielen jedoch mit dem frühen Ausscheiden der Mannschaft in der Vorrunde zusammen.
Die deutsche Nationalelf hat eine lange Tradition, sich zu gesellschaftlichen Themen zu positionieren. Bereits 2010 sprachen sich Spieler wie Mesut Özil und Sami Khedira gegen Rassismus aus. Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) unterstützte Kampagnen wie "Respekt", um Diskriminierung entgegenzuwirken. Seit der letzten WM wurden jedoch keine konkreten neuen Initiativen öffentlich bekannt gegeben.
Mit Blick auf 2026 betonte Söder die Notwendigkeit, Ablenkungen zu minimieren. Das Turnier, das vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet, solle vor allem dem Sport gelten, so seine Forderung. Seine Worte spiegeln einen breiten Appell wider, die außersportlichen Debatten zu vermeiden, die 2022 in Katar die sportliche Leistung Deutschlands überschattet hatten.
Söders Aussagen markieren eine Neuausrichtung für die deutsche Mannschaft. Mit der nächsten WM in weniger als zwei Jahren steht nun die sportliche Leistung im Vordergrund – nicht mehr der politische Aktivismus. Die Vorbereitungen des Teams werden diese Veränderung vermutlich widerspiegeln, während man auf eine Steigerung gegenüber den Ergebnissen von 2022 hinarbeitet.






