SKF setzt auf ultraleichte Solarmodule für nachhaltige Energiegewinnung in Schweinfurt
Claudius StadelmannSKF setzt auf ultraleichte Solarmodule für nachhaltige Energiegewinnung in Schweinfurt
SKF, ein schwedischer Hersteller von Industrie-Wälzlagern, hat auf einem Fabrikdach in Schweinfurt 670 leichte Solarmodule installiert. Das System erzeugt 274 Kilowatt Photovoltaik-Strom und nutzt ein innovatives Klebeverfahren, um die Paneele zu befestigen. Viele Dächer des Unternehmens waren zuvor aufgrund von Gewichtsbeschränkungen für herkömmliche Solarmodule ungeeignet.
Vor drei Jahren investierte SKF 4,3 Millionen Euro in Photovoltaik-Anlagen am Standort Schweinfurt. Doch nicht alle Fabrikdächer konnten konventionelle Solarmodule tragen, da ihre Tragfähigkeit begrenzt war. Die Lösung kam von Sunoyster Systems, dessen leichte Module nur vier Kilogramm pro Quadratmeter wiegen und keinen Aluminiumrahmen benötigen.
Die Module werden mit einem flexiblen Klebstoff direkt auf dem Dach befestigt, der eine Haftkraft von 30 Kilogramm pro Quadratzentimeter aufweist. Dadurch wird jedes Panel mit einer Kraft gehalten, die zehn Tonnen entspricht. Eine vordere Schicht aus gehärtetem Glas sorgt für Steifigkeit, verhindert Durchbiegungen auf flachen Flächen und weist Schmutz ab.
Das Design ermöglicht bei Bedarf eine einfache Demontage. Die Erfahrungen von SKF mit diesem Pilotprojekt könnten zu einer breiteren Einführung der Technologie an seinen Standorten weltweit führen.
Die Installation in Schweinfurt zeigt, wie leichte Solarmodule strukturelle Grenzen auf Industrie-Dächern überwinden können. Je nach den Ergebnissen dieses Versuchs könnte SKF ähnliche Projekte in anderen Werken prüfen. Die Langlebigkeit, einfache Wartung und starke Haftung des Systems bieten praktische Vorteile für den großflächigen Industrieeinsatz.






