Schiggi die Schildkröte war drei Jahre lang Polizistin in Bochum
Ein Schildkröte namens Schiggi hatte einst eine ungewöhnliche Rolle bei der Bochumer Polizei inne. Drei Jahre lang, von 2014 bis 2017, war das Reptil ein offizielles – wenn auch gemächliches – Mitglied des Teams. Später gesellten sich in den folgenden Jahren weitere Tiere wie ein Meerschweinchen und ein Hamster als temporäre Kollegen dazu.
Die Geschichte begann, als ein Bürger eine verlorene Schildkröte fand und sie zur Polizeidienststelle Bochum-Ost brachte. Polizistin Fiona Huening übernahm die Verantwortung für das Tier und taufte es Schiggi – angelehnt an ein bekanntes japanisches Taschenmonster. Sie versorgte es mit frischem Salat, Wasser und reichlich Sonnenlicht.
Trotz seines offiziellen Status stand Schiggis Polizeikarriere jedoch vor einem großen Hindernis: seiner Geschwindigkeit. Da er den Anforderungen des aktiven Dienstes nicht gewachsen war, musste die Schildkröte schließlich ihren Posten räumen. Nach Ende seiner Dienstzeit fand er ein neues Zuhause bei verantwortungsvollen Pflegekräften.
Schiggi war nicht das einzige Tier, das für kurze Zeit Teil der Truppe war. 2018 übernahm das Meerschweinchen Pip eine temporäre Rolle, zwei Jahre später folgte der Hamster Hammi und führte die Tradition der ungewöhnlichen Polizeibegleiter fort.
Schiggis Zeit bei der Bochumer Polizei bleibt ein skurriles Kapitel in der Geschichte der Wache. Die Schildkröte, für echte Einsätze zwar zu langsam, hinterließ dennoch eine Spur heiterer Momente. Ihre tierischen Nachfolger setzten die Tradition fort und brachten unerwarteten Charme in den Polizeialltag.






