05 April 2026, 10:18

Deutschland-Ticket wird 2027 teurer – und ein neuer Preismechanismus kommt

Alte Ansichtskarte einer belebten Straßenkreuzung in Berlin, Deutschland, mit Fußgängern, Kutschen, Gebäuden, Laternen, einer Brücke und einem bewölkten Himmel, mit Text oben.

Verkehrsminister fordern mehr Geld für Infrastruktur - Deutschland-Ticket wird 2027 teurer – und ein neuer Preismechanismus kommt

Die Verkehrsminister der Länder haben sich in Deutschland auf ein neues Preissystem für das Deutschland-Ticket geeinigt. Ab 2027 steigt der Preis von 58 auf 63 Euro und passt sich automatisch an einen kostenbasierten Index an. Der Schritt folgt finanziellen Belastungen, die durch die seit der Einführung des Tickets im Jahr 2023 festgeschriebenen Preise entstanden sind.

Gleichzeitig fordern die Minister die Bundesregierung auf, die Mittel für die marode Verkehrsinfrastruktur aufzustocken. Sie warnen vor Milliardenlücken bei Autobahnen und verlangen einen größeren Anteil an den Sonderinfrastrukturfonds für Sanierungen, Modernisierungen und die Digitalisierung.

Der aktuelle Preis von 58 Euro für das Deutschland-Ticket hat Verkehrsunternehmen und Kommunen stark belastet. Seit Mai 2023 wurden steigende Lohn-, Energie- und Allgemeinkosten nicht berücksichtigt, da die Preise politisch festgeschrieben blieben. Dies führte zu wachsender finanzieller Instabilität bei den Betreibern.

Um das Problem zu lösen, beschlossen die Minister bei einem Treffen in Lindau im März 2026 einen neuen Preismechanismus. Ab 2027 wird der Preis des Tickets alle drei bis fünf Jahre anhand eines transparenten Index angepasst. Dieser gewichtet Personalkosten mit 55 Prozent, Energie mit 20 Prozent und die allgemeine Inflation mit 25 Prozent. Zusätzliche Faktoren sollen Schwankungen abfedern. Ziel ist es, die Preise an die tatsächlichen Kosten anzupassen und gleichzeitig Planungssicherheit zu schaffen.

Die endgültigen Details des Index werden auf der nächsten Verkehrsministerkonferenz im Frühjahr 2026 festgezurrt. Die Erhöhung auf 63 Euro markiert den ersten Schritt im neuen System.

Unabhängig davon wies das Bundesverkehrsministerium im September 2025 auf eine Finanzierungskrise hin. Milliarden werden für den Erhalt, Neubau und die Digitalisierung von Autobahnen benötigt, doch die aktuellen Mittel reichen nicht aus. Die Minister drängen die Bundesregierung nun, einen größeren Teil des milliardenschweren Sonderinfrastrukturfonds umzuwidmen. Zudem fordern sie Entschädigungen für finanzielle Risiken, die mit Urteilen des EU-Gerichts zu Trassenpreisen in den Jahren 2025 und 2026 verbunden sind.

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Das Deutschland-Ticket wird 2027 erstmals im Preis angepasst – von 58 auf 63 Euro – und folgt künftig einem kostendeckenden System. Weitere Erhöhungen richten sich nach einem Index, der Lohn-, Energie- und Inflationskosten abbildet. Gleichzeitig erhöhen die Verkehrsminister den Druck auf die Bundesregierung, um die Finanzierungslücken bei Straßen- und Schienenprojekten zu schließen.

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