28 April 2026, 04:22

Rechtsextreme greifen Journalisten bei Versammlung in Ostdeutschland an

Schwarze und weiße Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939, betitelt "Weitpreubliche Zeitung", zeigt eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Tracht in einer feierlichen Atmosphäre.

Rechtsextreme greifen Journalisten bei Versammlung in Ostdeutschland an

Im vergangenen Monat griff eine Gruppe rechtsextremer Aktivisten Journalisten und Fotografen während einer Versammlung in Ostdeutschland an. Rund 30 Personen, teilweise vermummt, nahmen gezielt Reporter des Mediennetzwerks Recherche-Nord ins Visier. Die Polizei ermittelt seitdem wegen Körperverletzung, Diebstahls und Beleidigung.

Der Vorfall ereignete sich Ende Januar in Schnellroda. Unter den Teilnehmern befanden sich Mitglieder der Schweizer Gruppe Junge Tat, der österreichische Aktivist Martin Sellner sowie Vertreter der Jugendorganisation der deutschen AfD. Mehrere Anwesende wurden aggressiv, belästigten und schüchterten Medienvertreter ein.

Manuel Corchia, einer der Schweizer Teilnehmer, beschädigte das Kameraobjektiv eines Journalisten. Tobias Lingg, ein weiteres Mitglied von Junge Tat, bespritzte Fotografen mit Wasser. Trotz der Auseinandersetzungen wurden keine Verletzungen gemeldet.

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Sowohl Corchia als auch Lingg stehen in der Schweiz bereits wegen anderer Delikte vor Gericht. Ihre Beteiligung an dem Vorfall in Deutschland könnte zu weiteren Ermittlungen durch die Schweizer Staatsanwaltschaft führen.

Die Angriffe haben polizeiliche Maßnahmen ausgelöst; die Ermittlungen laufen. Der Fall könnte zudem das Interesse der Schweizer Behörden wecken. Zwar wurden keine Verletzungen bestätigt, doch der Vorfall wirft Fragen zur Behandlung von Journalisten bei rechtsextremen Veranstaltungen auf.

Quelle