28 April 2026, 06:26

FDA rügt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung

Plakat mit der Überschrift "Reduzierung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Text und Logo, das Informationen zur Reduzierung der Arzneimittelkosten enthält.

FDA rügt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat dem Pharmakonzern Novo Nordisk eine Rüge wegen einer Werbekampagne für Ozempic erteilt. Der Regulierer wirft dem Spot vor, Verbraucher durch falsche Andeutungen über die Überlegenheit des Medikaments gegenüber Konkurrenzprodukten in die Irre zu führen. Es ist bereits die zweite Beanstandung für das Unternehmen innerhalb eines Monats.

Die FDA kritisiert konkret den Werbespot mit dem Titel "Es gibt nur ein Ozempic". Die Behörde argumentiert, die Anzeige suggeriere zu Unrecht, das Präparat verfüge über mehr von der FDA genehmigte Anwendungsgebiete als andere Diabetes-Medikamente. Zudem werde die medizinische Komplexität von Semaglutid – dem Wirkstoff in Ozempic – in unzulässiger Weise vereinfacht dargestellt.

Zusätzlich bemängelt die FDA die Platzierung der Sicherheitshinweise im Werbespot. Die Gestaltung unterspiele demnach die mit dem Medikament verbundenen ernsthaften Risiken. Die Maßnahme steht im Einklang mit einer verschärften Gangart gegen aggressive Pharmamarketing-Praktiken, die Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. im Rahmen seiner Null-Toleranz-Politik vorantreibt.

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Novo Nordisk hat nun 15 Werktage Zeit, um auf die Vorwürfe zu reagieren. Eine Unternehmenssprecherin, Liz Skrbkova, bestätigte den Erhalt der Rüge und erklärte, man bereite eine offizielle Stellungnahme vor.

Mit der jüngsten Warnung der FDA wächst der Druck auf Novo Nordisk, seine Werbestrategien anzupassen. Sollte das Unternehmen die Bedenken nicht ausräumen, könnten weitere regulatorische Schritte folgen. Der Fall unterstreicht die strengere Kontrolle von Arzneimittelwerbung unter der aktuellen FDA-Führung.

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