25 April 2026, 14:23

Radnabenmotor von DeepDrive könnte die E-Auto-Produktion revolutionieren

Ein detailliertes technisches Buch, das aufgeschlagen eine Vielzahl von Elektromotoren mit begleitendem Text und Bildern zeigt.

Radnabenmotor von DeepDrive könnte die E-Auto-Produktion revolutionieren

Start-up DeepDrive entwickelt radintegrierten E-Motor, der die E-Auto-Produktion revolutionieren könnte

Das Münchner Start-up DeepDrive arbeitet an einem innovativen Radnabenmotor-System, das die Konstruktion von Elektroautos grundlegend verändern könnte. Anders als herkömmliche zentrale Antriebe platziert diese Technologie den Elektromotor direkt im Rad. Das Unternehmen verspricht geringere Materialkosten, eine höhere Effizienz und sogar eine Reichweitensteigerung von bis zu 20 Prozent im Stadtverkehr.

Der Radnabenmotor von DeepDrive setzt auf ein Doppelrotor-Design, bei dem der magnetische Fluss von zwei Seiten auf einen zentralen Stator gerichtet wird. Diese Bauweise macht schwere Wellen, Getriebe und Differenziale überflüssig, wie sie in konventionellen E-Autos verbaut sind. Durch den Verzicht auf diese Komponenten spart das System Platz, reduziert das Gewicht und senkt die Materialkosten – mit 80 Prozent weniger Eisen und 50 Prozent weniger Magnetmaterial im Vergleich zu Standardmotoren.

Ein Test in einem umgebauten Tesla Model 3 demonstrierte die sanfte, leise und präzise Performance des Systems. Die Radnabenmotoren ermöglichen zudem ein gezieltes Drehmomentverteilung (Torque Vectoring), was die Präzision und Stabilität in Kurven verbessert. Da die Motoren jedoch zur ungefederten Masse gehören, könnten sie bei einer Serienproduktion den Fahrkomfort auf unebenen Straßen beeinträchtigen.

Doch es gibt auch technische Herausforderungen: Da die Motoren Schmutz, Witterungseinflüssen und mechanischer Belastung ausgesetzt sind, erfordern sie eine robuste Bauweise sowie fortschrittliche Kühl- und Dichtungssysteme. DeepDrive arbeitet hier mit der BMW Startup Garage zusammen, um die Technologie weiterzuentwickeln. Eine Marktreife wird für 2026 oder 2027 angestrebt.

Sollte das System erfolgreich sein, könnten Elektroautos leichter, effizienter und einfacher in der Produktion werden. Die Technologie verspricht nicht nur eine um bis zu 20 Prozent höhere Reichweite im Stadtverkehr, sondern auch einen geringeren Bedarf an seltenen Rohstoffen. Bevor der Motor jedoch in Serie geht, müssen noch Hürden in puncto Haltbarkeit und Fahrkomfort überwunden werden.

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