Praktikum in München endet nach zwei Tagen – und löst Debatte aus
Die 22-jährige indische Studentin Kaajal Tekwani zog für ein Praktikum bei einem Münchner Start-up in eine andere Stadt – nur um nach zwei Tagen wieder entlassen zu werden. Ihre Erfahrungen, die sie in einem viral gegangenen Video teilte, haben eine Debatte über die Risiken von Auslandspraktika und den Druck in der Start-up-Kultur ausgelöst.
Tekwani war für die Stelle umgezogen, nachdem sie zunächst ein Remote-Praktikum bei dem Unternehmen absolviert hatte. In dieser Zeit erhielt sie negatives Feedback und, wie sie schildert, unhöfliche Nachrichten von ihren Vorgesetzten.
Am ersten Tag im Büro wurde sie entlassen. Als Gründe wurden angeführt, sie sei leicht verspätet erschienen, passe nicht ins Team und verfüge nicht über Wissen auf Senior-Niveau. Die plötzliche Kündigung ließ sie in einer fremden Stadt zurück.
Nachdem ihr Video online große Aufmerksamkeit erregte, willigte das Unternehmen ein, ihre Reise- und Unterkunftskosten zu erstatten. Der Vorfall löste eine breitere Diskussion aus: Einige Nutzer warnten vor Praktika in Start-ups, während andere positive Erfahrungen teilten. Ein Kommentator wies darauf hin, dass die deutsche Regierung aktiv indische Talente anwirbt, und riet davon ab, von einem Einzelfall zu verallgemeinern.
Es gab auch Bedenken hinsichtlich der Xenophobie, der Inder im Ausland ausgesetzt sind. Viele betonten, wie wichtig es sei, keine pauschalen Schlüsse aus einzelnen Vorfällen zu ziehen.
Tekwani rät inzwischen anderen, kurzfristige Stellen in Start-ups vor einem Umzug genau zu prüfen. Die Diskussion über ihre Erfahrungen hält an, mit Forderungen nach besseren Unterstützungsstrukturen für internationale Praktikanten. Die Kostenerstattung durch das Unternehmen markiert zwar eine teilweise Lösung, doch der Fall bleibt ein Gesprächsthema für alle, die ähnliche Chancen in Erwägung ziehen.






