Nürnberger Ehepaar muss 109.000 Euro Strafe für Lohnbetrug zahlen
Claudius StadelmannNürnberger Ehepaar muss 109.000 Euro Strafe für Lohnbetrug zahlen
Ein Nürnberger Ehepaar wurde zu einer Strafe von 109.000 Euro verurteilt, weil es wiederholt Löhne vorenthielt und Sozialabgaben hinterzog. Das Gericht stellte fest, dass die beiden Mitarbeiter nicht ordnungsgemäß angemeldet und Löhne über einen Zeitraum von fast drei Jahren zu niedrig deklariert hatten. Die Strafen sind nun rechtskräftig.
Das Paar betrieb ein Pflegeunternehmen, meldete jedoch 14 von 29 Beschäftigten nicht bei der Sozialversicherung an. Zudem zahlten sie Teile der Löhne schwarz aus und fälschten Lohnunterlagen. Auf diese Weise hinterzogen sie Sozialbeiträge in Höhe von fast 180.000 Euro.
Als Gläubiger Druck ausübten, versuchten die beiden, sich der Zahlungspflicht durch die Gründung eines neuen Pflegebetriebs zu entziehen. Doch auch dort hielten sie weiterhin Löhne zurück. Das Gericht sprach sie in 53 Fällen von Lohnvorenthaltung schuldig.
Die Frau wurde zu einer Geldstrafe von 600 Tagessätzen à 165 Euro verurteilt, ihr Mann zu 400 Tagessätzen à 25 Euro. Beide Strafen sind nun rechtskräftig, womit das Verfahren abgeschlossen ist.
Das Urteil verpflichtet das Paar zur Zahlung von insgesamt 109.000 Euro. Durch die wiederholten Verstöße gegen gesetzliche Pflichten wurde nun eine gerichtlich angeordnete Strafe verhängt. Zudem müssen die ausstehenden Sozialbeiträge beglichen werden.






