30 April 2026, 22:19

Norwegens Biathlet:innen fliegen per Helikopter zum Festival – und ernten Kritik

Plakat für die Nordischen Skiweltmeisterschaften 1985 in Seefeld, Schweiz, das eine verschneite Landschaft mit Skifahrern, Pferden, Fahnen, Gebäuden, Bäumen und Text zeigt.

Norwegens Biathlet:innen fliegen per Helikopter zum Festival – und ernten Kritik

Norwegens Biathlon-Team in der Kritik nach Helikopter-Flug zum LOOP ONE Festival in München

Die norwegische Biathlon-Mannschaft steht in der Kritik, nachdem sie für einen Besuch beim LOOP ONE Festival in München einen Helikopter genutzt hat. Die Reise unterbrach ihr Höhen trainingslager in Italien und löste eine Debatte über ökologische Verantwortung im Sport aus. Politiker und Teammitglieder haben sich inzwischen zu der Kontroverse geäußert.

Um Trainingsausfälle möglichst gering zu halten, reiste das Team per Helikopter zum Festival an. Trotz des gelungenen Events zog die Fahrt scharfe Kritik von Frøya Sjursæther auf sich, einer Politikerin der norwegischen Grünen. Sie argumentierte, die Entscheidung des Teams untergrabe die Zukunft des eigenen Sports – Umweltbelange hätten Vorrang haben müssen.

Teammanager Per Arne Botnan verteidigte die Vorgehensweise und betonte, dass im Sport manchmal die Leistung vor ökologischen Erwägungen stehe. Gleichzeitig verwies er auf die laufenden Bemühungen des Norwegischen Biathlon-Verbands, den Klimafußabdruck während der Saison zu verringern.

Sturla Holm Lægreid, Gesamt-Weltcup-Sieger, räumte die Spannung zwischen Spitzensport und Nachhaltigkeit ein. Er gab zu, dass Hochleistungssport und Umweltschutz nicht immer Hand in Hand gehen. Mit einem Augenzwinkern merkte er an, das Interviewteam von TV2 hätte die Gespräche auch per Videocall führen können – statt extra ins italienische Trainingslager zu reisen.

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Sjursæther blieb indes bei ihrer Haltung und bestand darauf, das Team hätte seine Reisepläne überdenken müssen. Die Diskussion wirft die Frage auf, wie Profisportler Leistungsansprüche mit ökologischer Verantwortung in Einklang bringen.

Der Vorfall hat die Debatte über Nachhaltigkeit im Spitzensport neu entfacht. Während das Team seine Entscheidung rechtfertigt, fordern Kritiker, alternative Lösungen hätten geprüft werden müssen. Der Norwegische Biathlon-Verband sieht sich nun im Verlauf der Saison mit erneuter Prüfung seiner Umweltpolitik konfrontiert.

Quelle