Neues Mobilitätsdatengesetz soll Reiseplanung revolutionieren – was ändert sich 2026?
Claudius StadelmannNeues Mobilitätsdatengesetz soll Reiseplanung revolutionieren – was ändert sich 2026?
Neues Gesetz soll Reiseplanung erleichtern: Standardisierung digitaler Mobilitätsdaten
Ein neues Gesetz zielt darauf ab, die Reiseplanung zu vereinfachen, indem es digitale Mobilitätsdaten über verschiedene Verkehrsangebote hinweg standardisiert. Das Mobilitätsdatengesetz, das der Bundeskabinett am 3. Oktober 2024 verabschiedet hat, schreibt einen einheitlichen Zugang zu Informationen für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis und Carsharing-Diensten vor. Kritiker wie Befürworter haben bereits zur möglichen Tragweite des Gesetzes Stellung genommen.
Die Regelung legt klar fest, welche Mobilitätsdaten öffentlich zugänglich sein müssen. Erfasst werden sowohl statische Angaben wie Fahrpläne als auch dynamische Echtzeit-Updates, etwa zu Verspätungen. Eine Koordinierungsstelle beim Bundesanstalt für Straßenwesen wird das System überwachen, während die Bundesbehörde für Logistik und Mobilität für die Umsetzung zuständig ist.
Die Reaktionen auf das Gesetz fallen gemischt aus. Der Bundesverband Carsharing (BCS) warnt, dass die verpflichtende Offenlegung von Daten den Wettbewerb verzerren könnte. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begrüßt hingegen, dass fahrzeugspezifische Daten von den Vorgaben ausgenommen sind. Der freie Zugang zu diesen Informationen soll neue Geschäftsmodelle im Verkehrssektor anregen.
Das Gesetz tritt voraussichtlich am 1. Januar 2026 in Kraft. Zuvor werden Branchenexperten die Auswirkungen auf Veranstaltungen wie dem Mobility Circle in München am 6. November diskutieren, wo Stefan Bratzel den aktuellen Mobility Services Report vorstellen wird.
Sobald das Mobilitätsdatengesetz gilt, schafft es einen einheitlichen Rahmen für den Austausch von Verkehrsinformationen. Dies könnte zu reibungsloseren multimodalen Reisen und neuen kommerziellen Chancen führen. Der Erfolg des Gesetzes hängt jedoch davon ab, wie gut die Anbieter sich an die neuen Datenaustauschregeln anpassen.






