Nandlstadt wählt mit 39 Stimmen Differenz: Betz bleibt Bürgermeister
Die Bürgermeisterwahl in Nandlstadt endete mit einem Herzschmerz-Finale: Gerhard Betz sicherte sich mit nur 39 Stimmen Vorsprung eine zweite Amtszeit. Der Amtsinhaber von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Nandlstadt (UWN) erhielt 50,7 Prozent der Stimmen und setzte sich damit knapp gegen Sibylle Thiermann-Mayrhofer von der CSU durch. Die hauchdünne Mehrheit sorgte bis zur Auszählung der letzten Briefwahlstimmen für Spannung bis zum Schluss.
Der Wahlabend war von wachsender Unsicherheit geprägt, als Betz' früher Vorsprung während der Auszählung der Briefwahlstimmen schrumpfte. Am Ende stand ein knapper Sieg mit 50,7 Prozent gegen Thiermann-Mayrhofers 49,3 Prozent. Betz bezeichnete die Stunden bis zur Entscheidung später als "reine Qual", zeigte sich aber erleichtert über das Ergebnis.
Sein Erfolg sei vor allem der Mobilisierung bisheriger Nichtwähler zu verdanken, erklärte Betz. Seine Kontrahentin hingegen wertete das Ergebnis als Signal für Wandel und verwies darauf, dass fast die Hälfte der Wählerinnen und Wähler ihre Kampagne unterstützt hätten. Thiermann-Mayrhofer, die aus Überzeugung für die Stadt und nicht aus persönlichem Ehrgeiz angetreten war, sah in dem knappen Ergebnis einen Spiegel veränderter lokaler Prioritäten.
Die Wahl veränderte auch die Zusammensetzung des Stadtrats: Claudia Hoffendahl (UWN) rückt nun auf den ersten Ersatzplatz vor, während Josef Minster weiterhin erster Stellvertreter der CSU bleibt. Diese Verschiebungen folgen auf Betz' knappen Sieg, der die Bühne für ein politisch enger geführtes Nandlstadt bereitet.
Mit nur 39 Stimmen Vorsprung bleibt die Führung der Stadt zwar in UWN-Hand – doch die Opposition ist stärker vertreten als je zuvor. Die neue Balance im Rat spiegelt die gespaltene Wählerschaft wider, da fast die Hälfte der Stimmen für einen Wechsel stand. Für Betz und seine Verwaltung beginnt damit eine Amtszeit unter besonderer Beobachtung.






