Münchens Eisbachwelle ist plötzlich verschwunden – Surfer greifen selbst ein
Franka KallertSurfer bauen eigene Eisbach-Welle - Unter dem Deckmantel der Dunkelheit - Münchens Eisbachwelle ist plötzlich verschwunden – Surfer greifen selbst ein
Münchens berühmte Eisbachwelle im Englischen Garten ist verschwunden – nach Routinearbeiten am Flussbett kam der Wellengang zum Erliegen. Surfer, die die städtische Welle seit Jahrzehnten reiten, griffen am Wochenende selbst ein, um sie wiederherzustellen.
Die Stadt untersucht nun, warum sich die Welle nach der Reinigung des Flussbetts Ende Oktober nicht von allein neu bildete. Die Eisbachwelle, seit den 1970er-Jahren ein beliebter Treffpunkt für Surfer, war bei geplanten Arbeiten am Flussbett im vergangenen Monat versehentlich zerstört worden. Obwohl das Wellenreiten dort 2010 offiziell legalisiert wurde, gab es bereits früher Probleme – etwa ein vorübergehendes Verbot 2025, nachdem eine Surferin ertrunken war, als sich ihre Leash verfangen hatte.
Am Wochenende versuchten Surfer mit Holzbohlen, die Welle eigenhändig wieder aufzubauen, wie in Videos auf Instagram zu sehen war. Der Munich Surf Club teilte die Aufnahmen, betonte jedoch, nicht an der Aktion beteiligt gewesen zu sein. Für kurze Zeit war die rekonstruierte Welle sogar wieder surfbar – ein Video zeigt einen Surfer, der sie nachts nutzte, obwohl dies in der Stadt verboten ist.
Die Behörden prüfen nun mögliche Ursachen für das Verschwinden der Welle. Eine Theorie besagt, der Wasserstand sei zu niedrig, weshalb diskutiert wird, Kies im Flussbett anzubringen, um die Welle neu zu formen. Seit Samstag ist an der Stelle jedoch keine surfbare Welle mehr zu sehen. Die Eisbachwelle bleibt vorerst verschwunden und lässt die Surfer ohne ihren gewohnten Spot zurück. Während die Stadt weiter nach Lösungen sucht, brachten inoffizielle Versuche, die Welle wiederzubeleben, bisher nur kurzfristige Erfolge. Unbefugte Eingriffe in Gewässer und nächtliches Surfen bleiben weiterhin verboten.






