09 June 2026, 22:22

Mitteldeutschland-Strecke: Modernisierung verzögert sich bis 2032

BSW fordert beschleunigte Erweiterung der Mitte-Deutschland-Verbindung

Mitteldeutschland-Strecke: Modernisierung verzögert sich bis 2032

Ausbau der Mitteldeutschland-Strecke verzögert sich erneut

Die Pläne zur Modernisierung der Eisenbahnverbindung in Mitteldeutschland haben eine weitere Verzögerung erlitten. Das Vorhaben, das die Anbindung zwischen Sachsen, Thüringen und Westdeutschland verbessern soll, wird nun erst 2028 statt wie ursprünglich geplant in diesem Jahr in die Bauphase gehen. Kritiker werfen der Bundesregierung vor, die Region zu vernachlässigen, während andere Gebiete von großen Verkehrsprojekten profitieren.

Die Mitteldeutschland-Verbindung soll schnellere Zugverbindungen von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet ermöglichen. Die vollständige Elektrifizierung der Strecke war ursprünglich vorgesehen, um den Fernverkehr zu beschleunigen. Doch die Fertigstellung wurde nun auf 2032 verschoben.

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Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag fordert dringendes Handeln. Während Westdeutschland von Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur profitiere, müssten Thüringen und Sachsen trotz früherer politischer Zusagen mit Kürzungen rechnen, so die Kritik. Die Fraktion wirft dem Bundesverkehrsministerium vor, fälschlicherweise zu behaupten, es stünden derzeit keine Mittel für das Projekt zur Verfügung.

Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der BSW, betonte die Bedeutung der Elektrifizierung des Abschnitts Weimar–Jena–Gera–Gößnitz. Zudem forderte er den teilweisen zweigleisigen Ausbau, um die Kapazitäten zu erhöhen. Die geschätzten Kosten allein für diesen Streckenabschnitt belaufen sich auf 544 Millionen Euro.

Die BSW-Fraktion verlangt höhere Bundesmittel, um die Elektrifizierung und Modernisierung der Strecke sicherzustellen. Ohne diese Unterstützung drohe die Region im Schienenverkehr weiter abgehängt zu werden, warnen die Abgeordneten.

Durch den verzögerten Baubeginn werden sich die schnelleren Verbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland um Jahre verzögern. Der Erfolg des Projekts hängt nun davon ab, zusätzliche Finanzmittel zu beschaffen und haushaltspolitische Hürden zu überwinden. Bis dahin müssen Fahrgäste in Thüringen und Sachsen mit langsameren und weniger zuverlässigen Verbindungen leben.

Quelle