Mehr Geld für Familien: Steuerreform bringt 2026 höhere Kindergeld- und Freibeträge
Claudius StadelmannMehr Geld für Familien: Steuerreform bringt 2026 höhere Kindergeld- und Freibeträge
Familien in Deutschland erhalten ab 2026 mehr finanzielle Unterstützung durch Steuerreformen und höhere Sozialleistungen. Die Bundesregierung hat Erhöhungen beim Kindergeld, bei Steuerfreibeträgen sowie bei Zuschüssen für einkommensschwache Haushalte beschlossen. Mit diesen Anpassungen sollen die finanzielle Belastung gemildert und Familien vor einer schleichenden Steuerprogression durch steigende Lebenshaltungskosten geschützt werden.
Ab Januar 2026 steigt das monatliche Kindergeld von 255 auf 259 Euro pro Kind. Eltern müssen keinen Antrag stellen – die Erhöhung wird automatisch ausgezahlt. Auch der Kinderzuschlag für Geringverdiener wird angehoben: von bisher 20 auf dann 25 Euro im Monat.
Auch bei den Steuerfreibeträgen gibt es Veränderungen. Der Kinderfreibetrag erhöht sich 2026 von 6.672 auf 6.828 Euro. Gleichzeitig steigt der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer um 312 Euro auf 12.096 Euro – 2027 folgt eine weitere Anhebung um 252 Euro.
Laut Regierungsschätzungen belaufen sich die Kosten für diese Maßnahmen allein im Jahr 2025 auf rund 7,2 Milliarden Euro. In den Folgejahren könnten die jährlichen Ausgaben auf bis zu 14,8 Milliarden Euro ansteigen. Die Länder müssen hingegen mit Mindereinnahmen von etwa 5,4 Milliarden Euro pro Jahr rechnen.
Eine Beispielrechnung zeigt: Eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern und einem Jahreseinkommen von 60.000 Euro hat durch die Reformen rund 306 Euro mehr pro Jahr zur Verfügung. Zuletzt war die Kindergrundsicherung 2024 auf 250 Euro monatlich angehoben worden.
Die Neuregelungen bringen direkte Entlastungen für Familien in ganz Deutschland. Höheres Kindergeld, gestiegene Freibeträge und Zuschläge treten ab 2026 in Kraft, weitere Anpassungen sind für 2027 geplant. Die Investitionen der Regierung zielen darauf ab, die steigenden Lebenshaltungskosten und Steuerlasten abzufedern.






