21 March 2026, 12:17

MBDA erhält Milliardenauftrag für Drohnenabwehrsystem Defendair von der Bundeswehr

Eine Rakete wird von einem Militärfahrzeug in einer Wüstenlandschaft gestartet, mit Vegetation und Bodenobjekten, vor einem Zaun unter einem Himmel mit Text oben auf dem Bild.

MBDA startet Produktion neuer Drohnenabwehr in Bayern - MBDA erhält Milliardenauftrag für Drohnenabwehrsystem Defendair von der Bundeswehr

MBDA sichert Großauftrag für Drohnenabwehrsystem "Defendair" mit deutscher Beschaffungsbehörde

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MBDA hat einen bedeutenden Vertrag mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) abgeschlossen, um das Drohnenabwehrsystem Defendair zu entwickeln. Die Vereinbarung stärkt zudem die Produktionskapazitäten des Unternehmens in Bayern. Im Rahmen des Deals plant MBDA, bis 2029 zusätzliche 2,4 Milliarden Euro zu investieren, um seine Standorte auszubauen.

Das System soll in das Luftabwehrfahrzeug Skyranger 30 von Rheinmetall integriert werden und damit die Fähigkeiten Deutschlands zur Abwehr von Drohnenbedrohungen deutlich verbessern. Bereits jetzt haben mehrere NATO-Partner Interesse an der Technologie signalisiert – ein Zeichen für die wachsende Nachfrage in ganz Europa.

Der neue Auftrag mit der BAAINBw konzentriert sich auf das Defendair-System, das speziell zur Neutralisierung von Drohnen entwickelt wurde. MBDA wird dafür im bayerischen Schrobenhausen eine gelenkte Rakete fertigen. Um die Auslieferung der ersten Einheiten zu beschleunigen, sind bereits Vorentwicklungen im Gange.

Parallel arbeitet MBDA mit Rheinmetall an einem Laserwaffensystem für die deutsche Marine, das in den kommenden Jahren in Dienst gestellt werden soll. Es soll eine weitere Schutzebene gegen unbemannte Luftfahrzeuge bieten. Beide Projekte zielen darauf ab, Deutschlands Rolle in der NATO-Luftverteidigungsstrategie zu festigen.

Das Defendair-System stößt auch über Deutschland hinaus auf großes Interesse. Bis März 2026 hatten Polen, Rumänien und die Niederlande offiziell ihr Interesse bekundet. Auch Schweden, Finnland und die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen gelten als potenzielle Abnehmer. Die steigende Nachfrage unterstreicht die Bedeutung des Systems für die europäische Sicherheitsplanung.

Die Investitionen von MBDA werden den Hauptsitz des Unternehmens in München stärken. Durch die 2,4-Milliarden-Euro-Erweiterung steigen die Produktionskapazitäten, sodass das Unternehmen die wachsenden Bestellungen von NATO-Partnern bedienen kann. Der Schritt passt zu Deutschlands Bestrebungen, innerhalb des Bündnisses Spitzentechnologien zur Drohnenabwehr zu entwickeln.

Der Defendair-Vertrag und der Ausbau der MBDA-Produktion werden die deutsche Infrastruktur zur Drohnenabwehr deutlich verbessern. Da mehrere NATO-Partner das System prüfen, könnte seine Einführung die Zusammenarbeit in der europäischen Luftverteidigung neu gestalten. Die ersten Lieferungen sind für den Zeitpunkt vorgesehen, an dem Entwicklung und Fertigung abgeschlossen sind.

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