Lothar Matthäus verrät sein größtes Karriere-Bedauern: Der gescheiterte Wechsel zu Real Madrid
Klaas BarthLothar Matthäus verrät sein größtes Karriere-Bedauern: Der gescheiterte Wechsel zu Real Madrid
1991 hätte ein spektakulärer Wechsel von Lothar Matthäus fast dazu geführt, dass er Inter Mailand verließ, um zu Real Madrid zu wechseln. Doch der Deal platzte in letzter Minute, weil der Vereinspräsident seinen Abgang verweigerte. Jahre später gab Matthäus zu, es bereut zu haben, die Chance auf einen Wechsel zu den spanischen Giganten verpasst zu haben.
Real Madrid hatte Matthäus schon lange im Visier und versuchte erstmals 1984, ihn zu verpflichten. Ihr Angebot von 6,5 Millionen US-Dollar (damals etwa 13 Millionen D-Mark) hätte einen Weltrekord bedeutet und Diego Maradonas Wechsel zu Barcelona 1982 übertroffen. Doch der Transfer kam nie zustande.
Bis 1991 war der spanische Klub entschlossen, Matthäus zu holen. Sie boten Inter Mailand 18 Millionen D-Mark, und der Deutsche war bereit, die Herausforderung anzunehmen. Der Wechsel schien bereits perfekt – bis Inter-Präsident Ernesto Pellegrini einschritt. Berühmt wurde seine Aussage, Matthäus sei wie ein Gemälde von Picasso – zu wertvoll, um ihn zu verkaufen.
Die Lage spitzte sich weiter zu, als ein separater Streit um den chilenischen Stürmer Iván Zamorano die Beziehungen zwischen den Vereinen zusätzlich belastete. Mit dem gescheiterten Deal kehrte Matthäus 1992 zum FC Bayern München zurück. Trotz einer glanzvollen Karriere bedauerte er später die verpasste Chance, besonders nach den beiden verlorenen Champions-League-Finals mit Bayern 1987 und 1999.
Der Wechsel zu Real Madrid kam für Matthäus nie zustande, und der gescheiterte Transfer blieb ein Punkt der Reflexion für ihn. Seine Karriere verlief zwar weiterhin erfolgreich, doch die Möglichkeit, für einen der größten Vereine Europas zu spielen, entglitt ihm. Die Episode zeigte zudem, welchen Einfluss Vereinspräsidenten auf Transfers im Fußball haben.






