Betrunkener Fahrer eines gepanzerten Schwertransporters auf der A9 - Lkw-Fahrer mit 2,24 Promille stoppt Bundeswehr-Panzer auf A9
Ein 59-jähriger Lkw-Fahrer wurde in der späten Donnerstagnacht auf der Autobahn A9 angehalten, während er einen militärischen Bergpanzer transportierte. Die Polizei stoppte ihn an einer Raststätte bei Marktschorgast im Landkreis Kulmbach, nachdem der Verdacht bestand, er stehe unter Alkoholeinfluss. Ein später durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,24 Promille – mehr als das Doppelte der gesetzlich erlaubten Grenze.
Der Fahrer war etwa 45 Minuten unterwegs gewesen, bevor die Beamten eingriffen. Er transportierte einen Dachs-Pionierpanzer, ein Spezialfahrzeug der Bundeswehr. Vor Ort führten die Behörden einen Bluttest durch, um den Alkoholspiegel zu bestätigen.
Nach deutschem Recht unterliegen solche Militärtransporte auf zivilen Straßen in der Regel den Amtshilfe-Bestimmungen, bei denen die Bundeswehr unterstützt, ohne polizeiliche Aufgaben zu übernehmen. Die Verantwortung für die Überwachung dieser Transporte liegt bei zivilen Verkehrsbeamten und nicht beim Militär.
Dem Fahrer drohen nun strafrechtliche Konsequenzen wegen Trunkenheit am Steuer. Das Verfahren wird nach den üblichen Regeln für Verkehrsverstöße durchgeführt; eine zusätzliche Beteiligung des Militärs an den Ermittlungen ist nicht vorgesehen.
Der Vorfall unterstreicht die Gefahren von Alkohol am Steuer – selbst bei speziellen Transportaufträgen. Der Alkoholwert im Blut des Fahrers lag weit über den gesetzlichen Grenzwerten, was umgehend zu einer Anklage führte. Die Polizei wird die Ermittlungen fortsetzen, während das Militärfahrzeug vor Ort sichergestellt bleibt.






