Lindner kritisiert Rentenkommission: "Kein Meisterwerk, sondern gemischtes Paket"
Franka KallertLindner kritisiert Rentenkommission: "Kein Meisterwerk, sondern gemischtes Paket"
FDP-Chef Christian Lindner hat sich zu den jüngsten Vorschlägen der Rentenkommission geäußert. Das Paket bezeichnete er als gemischt – es enthalte sowohl Rückschritte als auch Fortschritte hin zu mehr Generationengerechtigkeit. Zugleich machte er deutlich, dass er nicht alle 33 Empfehlungen in einer späteren Gesetzesvorlage unterstützen werde.
Kritik übte Lindner vor allem an der geplanten Einbeziehung von Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung. Dies verschärfe den demografischen Druck und schaffe neue finanzielle Belastungen für die Zukunft, argumentierte er. Auch lehnte er es ab, höhere Rentenbeiträge mit der kapitalgedeckten Altersvorsorge zu verknüpfen.
Trotz seiner Vorbehalte erkannte er einige positive Aspekte im Vorschlag an. Ein „Meisterwerk“ sei das Konzept jedoch nicht, betonte Lindner. Sein Fokus liege vielmehr auf neuen intellektuellen Herausforderungen – und nicht darauf, die Rentenreform selbst voranzutreiben.
Wie der politische Prozess weitergehe, werde sich zeigen, so Lindner. Er äußerte sich neugierig, welche Teile des Pakets am Ende Bestand haben könnten, wünschte den Verantwortlichen Erfolg – machte aber klar, dass er selbst die Umsetzung nicht in die Hand nehmen werde.
Eine vollständige Zustimmung zum Rentenvorschlag schloss der FDP-Vorsitzende aus. Seine Bedenken gelten vor allem den langfristigen Kosten und den Folgen für Selbstständige. Die Debatte über die Kommissionsempfehlungen wird nun im Parlament fortgesetzt.
