21 March 2026, 08:17

Lamin Leroy Gibba triumphiert mit Black Fruits beim Bayerischen Fernsehpreis

Ein selbstbewusster junger Mann in einer schwarzen Jacke posiert vor einem dunklen Hintergrund mit entschlossener Miene.

Du hast keine Rollen für Schwarze Menschen? Dann 'Auf Wiedersehen, Deutschland!' - Lamin Leroy Gibba triumphiert mit Black Fruits beim Bayerischen Fernsehpreis

Lamin Leroy Gibba hat für seine Serie Black Fruits den Bayerischen Fernsehpreis gewonnen. Die Produktion, ein zutiefst persönliches Projekt, begleitet Lalo, einen schwarzen, schwulen Mann, der sich in Hamburg durchs Leben schlägt. Gibba spielt nicht nur die Hauptrolle, sondern hat die Serie auch selbst entwickelt und geschrieben – und damit seine eigenen Erfahrungen auf die Leinwand gebracht.

1994 in Münster geboren, wuchs Gibba in Hamburg auf, wo früh seine Leidenschaft für Theater und Geschichten erwachte. Schon mit elf Jahren erlebte er Diskriminierung, als er wegen seiner Hautfarbe von einem Schultheaterstück ausgeschlossen wurde. Dieser Moment prägte ihn und bestärkte seinen Willen, Geschichten aus marginalisierten Perspektiven zu erzählen.

Nach einem Studium in Schauspiel, Regie und Drehbuch an der New School der New York University verbrachte Gibba fünf Jahre in den USA. Dort traf er auf Branchengrößen wie Julianne Moore und Emma Stone. Doch sein Ziel blieb unverändert: Schwarze Erzählungen ins deutsche Film- und Fernsehschaffen zu tragen.

Zurück in Deutschland ließ er sich in Berlin nieder und entwickelte Black Fruits. Die Serie besticht durch ihren natürlichen, geistreichen Dialog und die ehrliche Darstellung von Lalos Leben. Gibbas Beharrlichkeit zahlte sich aus – trotz der Herausforderungen der Branche wurde die Produktion nicht nur für den Grimme-Preis nominiert, sondern erhielt auch den Bayerischen Fernsehpreis.

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Black Fruits hat Gibba als aufstrebende Kraft im deutschen Fernsehen etabliert. Die Serie, die für ihre Authentizität und ihr scharfes Drehbuch gelobt wird, spiegelt seinen langen Weg von früher Ablehnung bis zum kreativen Erfolg wider. Seine Arbeit bietet heute einen seltenen, ungeschönten Einblick in schwarze und queere Lebensrealitäten in Deutschland.

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