Kult-Fischrestaurant Ergün's Fischbude muss nach 32 Jahren schließen – die Bahn kündigt Mietvertrag
Franka KallertKult-Fischrestaurant Ergün's Fischbude muss nach 32 Jahren schließen – die Bahn kündigt Mietvertrag
Beliebtes Berliner Fischrestaurant vor dem Aus nach über 30 Jahren
Die Ergün's Fischbude, eine Institution seit 1992, muss nach mehr als drei Jahrzehnten schließen – weil die Deutsche Bahn den Mietvertrag nicht verlängert. Die Nachricht sickerte erstmals im Juli 2024 durch und sorgt bei Stammgästen und Anwohnern für Bestürzung über den Verlust eines historischen Orts.
Das Restaurant befindet sich in einem der denkmalgeschützten S-Bahn-Bögen im Westen Berlins. Die Schließung folgt auf eine Begehung, bei der angeblich Mängel im Brandschutz festgestellt wurden. Einen konkreten Termin für die endgültige Schließung hat die Deutsche Bahn zwar noch nicht genannt, doch die Nichtverlängerung des Mietvertrags macht sie unausweichlich.
Mittlerweile läuft eine Spendenaktion, um den Betrieb zu retten. Die Unterstützer wollen nicht nur ein Restaurant bewahren, sondern ein Stück Berliner Geschichte – eng verbunden mit dem Lebenswerk von Ergün Amca. Die aktuelle Geschäftsführerin Mine Centinbas prüft sogar, ob ein Umzug möglich wäre.
Bisher gibt es keine bekannten Fälle, in denen andere kleine Betriebe in vergleichbaren S-Bahn-Pavillons ihre Mietverträge verloren hätten. Die Entscheidung der Deutschen Bahn scheint ein Einzelfall zu sein; es zeichnet sich kein generelles Muster von Konflikten um historische Bahnhofsimmobilien in der Stadt ab.
Für Berlins Fischliebhaber geht mit der Schließung der Ergün's Fischbude eine Ära zu Ende. Ohne Vertragsverlängerung hängt die Zukunft des Restaurants nun von der Spendenaktion oder einem möglichen Standortwechsel ab. Wann genau die Türen für immer schließen, steht jedoch noch nicht fest.






