Kontopfändungen in Deutschland: Warum das P-Konto oft zum Problem wird
Klaas BarthKontopfändungen in Deutschland: Warum das P-Konto oft zum Problem wird
Deutschland kämpft mit wachsender Problematik von Kontopfändungen – Hunderttausende betroffen
Jeden Monat sind in Deutschland zwischen 300.000 und 350.000 Menschen von Kontopfändungen betroffen. Um Abhilfe zu schaffen, bietet die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth kostenlose und anonyme Unterstützung an. Im Fokus steht dabei die Hilfe bei der Nutzung von Pfändungsschutzkonten (P-Konten) sowie bei damit verbundenen finanziellen Herausforderungen.
Ein P-Konto sichert zwar einen monatlichen Freibetrag von 1.560 Euro pro Kalendermonat, doch kann es für Betroffene auch zu Problemen führen – etwa wenn sie plötzlich keinen Zugang mehr zu Geldern für Miete, Lebensmittel oder Medikamente haben.
Nicht jedes Konto lässt sich problemlos in ein P-Konto umwandeln. Gemeinschaftskonten etwa können nicht wie Einzelkonten geschützt werden. Banken dürfen zudem die Umstellung verweigern, wenn das Girokonto überzogen ist – selbst wenn der Dispo vorher vereinbart wurde. Zudem dürfen durch die Einrichtung eines P-Kontos keine bestehenden Vertragsbedingungen wie Gebühren oder Einschränkungen bei der Debitkarte geändert werden.
Die Beratungsstelle rät Inhabern eines P-Kontos, ihre Zahlungen genau zu prüfen und zu priorisieren, um die grundlegenden Lebenshaltungskosten abzusichern. Unterstützung gibt es während der Öffnungszeiten telefonisch oder über Online-Beratungen.
Vom 15. bis 19. Juni findet die Aktionswoche Schuldnerberatung unter dem Motto „Wie komme ich an mein Geld? Wenn das P-Konto zum Problemkonto wird“ statt. Der Dienst der Diakonie Fürth bietet Hilfestellung für alle, die mit Kontopfändungen oder P-Konten kämpfen – kostenlos und anonym. Die kommende Aktionswoche soll das Bewusstsein für diese finanziellen Nöte schärfen und Lösungswege aufzeigen.
