18 April 2026, 22:17

Kaufbeurens Traum von einer echten Studentenstadt bleibt unvollendet

Großes Gebäude mit Säulen, Fenstern, Türen und Treppen davor, umgeben von Bäumen unter einem klaren blauen Himmel; Name der Universität sichtbar an der Fassade.

Kaufbeurens Traum von einer echten Studentenstadt bleibt unvollendet

Kaufbeuren trägt seit langem den Beinamen "Universitätsstadt" – und das wegen seiner zentralen Rolle in der Ausbildung künftiger Steuerbeamter. Doch trotz dieses Rufs fehlt es der Stadt bis heute an einem echten Campus für die Hunderten Studierenden. Mit verstreuten Einrichtungen in angemieteten Gebäuden wird die Forderung nach einer eigenen "Studentenstadt" nun wieder lauter.

Die Hochschule für den öffentlichen Dienst, Fachbereich Finanzen, eröffnete einst in Kaufbeuren, weil an anderen Standorten der Platz knapp war. Seither sind die Studierenden auf verschiedene Mietobjekte in der Stadt verteilt – einige wurden sogar zeitweise nach Herrsching ausgelagert, um die Raumnot zu lindern.

Ein zentraler Campus in Form einer "Studentenstadt" wird bereits seit Jahren diskutiert. Vor zwei Jahren gewann die Idee an Fahrt, als das Bauunternehmen Dobler dem Freistaat ein zwei Hektar großes Grundstück anbot. Doch seitdem ist es still um das Vorhaben geworden.

Ohne einen gemeinsamen Standort fällt es Kaufbeuren schwer, ein echtes Universitätsflair zu entwickeln. Es gibt keine Hörsäle, keine Studentenwohnheime, keine Mensa – alles Elemente, die das studentische Leben erst prägen. Stattdessen bleiben die Studierenden über die Stadt verstreut und sind auf angemietete Räume angewiesen. Der Mangel an einer echten Campus-Infrastruktur bremst die Entstehung einer geschlossenen akademischen Gemeinschaft aus. Ob der Plan für die Studentenstadt jemals Realität wird, bleibt vorerst offen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle