Kaufbeuren kämpft mit akutem Wohnungsmangel trotz leerstehender Immobilien
Franka KallertKaufbeuren kämpft mit akutem Wohnungsmangel trotz leerstehender Immobilien
Eine neue Studie hat in Kaufbeuren einen gravierenden Wohnungsmangel offenbart. Wie aus dem Bericht des Pestel-Instituts hervorgeht, fehlen in der Stadt mindestens 800 Wohnungen, um die aktuelle Nachfrage zu decken. Experten warnen, dass der Baufortschritt viel zu langsam voranschreitet, um die Lücke zu schließen.
Die Untersuchung zeigt ein erhebliches Ungleichgewicht auf dem Kaufbeurer Wohnungsmarkt. Zwar müssten jährlich etwa 180 neue Wohneinheiten entstehen, doch der Fortschritt stockt. Der Chefökonom Matthias Günther kritisierte das Tempo als "schneckenhaft".
Gleichzeitig stehen in der Stadt 420 Wohnungen seit über einem Jahr leer. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst unter Berücksichtigung der bestehenden Leerstände das Gesamtangebot unzureichend bleibt.
Die lokalen Behörden wehren sich gegen die im Bericht geäußerten Vorwürfe zur jüngsten Bautätigkeit. Sie argumentieren, die Bewertung spiegle die laufenden Bemühungen nicht wider. Unterdessen sollen separate Pläne für die barrierefreie Sanierung des Kaufbeurer Bahnhofs im Umfang von 31 Millionen Euro bis Ende 2026 abgeschlossen werden.
Der Bericht unterstreicht den dringenden Bedarf an schnellerem Wohnungsbau in Kaufbeuren. Angesichts eines Fehlbestands von 800 Wohnungen und zögerlicher Bauaktivitäten steht die Stadt unter wachsendem Druck. Nun müssen die Verantwortlichen entscheiden, wie sie den Wohnungsbau beschleunigen und gleichzeitig die bestehenden Leerstände sinnvoll nutzen können.






