it-sa 2025 bricht Besucherrekord und warnt vor globalen Cyberrisiken
Claudius Stadelmannit-sa 2025 bricht Besucherrekord und warnt vor globalen Cyberrisiken
it-sa 2025 endet in Nürnberg mit Rekordbeteiligung und Fokus auf globale Cyberbedrohungen
Die Fachmesse it-sa 2025 ging in Nürnberg mit einer Rekordbeteiligung und einem deutlichen Schwerpunkt auf die weltweite Bedeutung der Cybersicherheit zu Ende. Über 990 Aussteller und 28.267 Besucher aus 64 Ländern füllten fünf Messehallen. Die Diskussionen reichten von geopolitischen Risiken bis zu den Defiziten der europäischen Cybersicherheitsstrategie – insbesondere in der Automobilbranche.
In diesem Jahr stand die IT-Sicherheit im Mittelpunkt wirtschaftlicher und geopolitischer Debatten. Dr. Jean-Marc Rickli hielt einen Hauptvortrag zum Thema "Technologie als geopolitische Waffe" und betonte, wie Cyberfähigkeiten heute Machtkämpfe auf internationaler Ebene prägen. Die Messe beleuchtete zudem "IT-Sicherheit Made in Germany" sowie Regularien wie NIS2, DORA und die Rolle künstlicher Intelligenz.
Aussteller äußerten sich frustriert über NIS2 und kritisierten, dass die Verordnung trotz großer Ankündigungen zu wenig konkrete Ergebnisse gebracht habe. Viele monierten auch die unzureichenden Cybersicherheitsmaßnahmen der Automobilindustrie und warnten, dass Europas Ruf auf dem Spiel stehe. Unterdessen analysierte Dr. Holger Mühlbauer, Geschäftsführer von TeleTrusT, in der offiziellen Messepublikation die Stärken Deutschlands in der IT-Sicherheit.
Schulung und Sensibilisierung kristallisierten sich als zentrale Themen heraus. Die Veranstalter betonten, dass menschliche Faktoren – etwa die Vorbereitung der Mitarbeiter – nach wie vor entscheidend für die Abwehr von Cyberangriffen seien.
Zum Abschluss gab die Messe die Termine für die nächste Auflage bekannt: Die it-sa 2026 findet vom 27. bis 29. Oktober wieder in Nürnberg statt.
Die Ausgabe 2025 zeigte sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen in der Cybersicherheit. Mit Rekordbesucherzahlen und internationaler Beteiligung unterstrich die Veranstaltung die doppelte Rolle der IT-Sicherheit als Wirtschaftsmotor und geopolitisches Instrument. Die nächste Messe wird voraussichtlich an diese Debatten anknüpfen, während Branchen unter wachsendem Druck stehen, ihre Abwehrmechanismen zu verbessern.






