Holzpreise explodieren 2026: Fichte und Kiefer auf Rekordniveau
Holzpreise in Deutschland erreichen 2026 Höchststand seit 35 Jahren
Die Preise für Holz in Deutschland haben 2026 ein 35-Jahres-Hoch erreicht, wobei Fichte und Kiefer Rekordwerte verzeichnen. Der starke Anstieg folgt auf einen drastischen Rückgang des Angebots an von Borkenkäfern befallenem Holz, was Sägewerke in Bedrängnis bringt, die Nachfrage zu decken. Branchenvertreter warnen nun vor einer möglichen Krise, sollte der Mangel anhalten.
Die Preise für Fichtenholz sind steil angestiegen: Sägewerke zahlen mittlerweile 133 Euro oder mehr pro Kubikmeter für Standardqualität. In einigen Regionen liegen die Verträge für Fichtenrundholz bereits über 130 Euro, während Spitzenqualitäten noch höhere Preise erzielen. Besonders kritisch ist die Lage in Süddeutschland, wo Sägewerke unter akutem Rundholzmangel leiden.
Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie schlägt Alarm und spricht von einer existenzbedrohenden Krise für die Branche bereits zu Beginn des Jahres 2026. Ohne eine Steigerung der Holzeinschläge droht der Sektor aufgrund schrumpfender Bestände zusammenzubrechen. Das Problem liegt in der Abhängigkeit von sogenanntem "Schadholz" – durch Schädlinge geschwächtem Holz –, das nun knapp wird.
In den vergangenen fünf Jahren sind die Preise rasant gestiegen: In Kempten kostet Fichtenholz Anfang 2026 etwa 135 Euro pro Kubikmeter – ein wöchentlicher Anstieg von 3 Prozent, angetrieben durch die starke Nachfrage aus dem Bau- und Möbelsektor. Gleichzeitig steigen die Transport- und Energiekosten, während billige Importe aus China zusätzlichen Druck ausüben.
Die Holzindustrie steht vor den höchsten Preisen seit Jahrzehnten, ohne dass kurzfristig Entlastung in Sicht ist. Sägewerke und Waldbesitzer fordern dringend Maßnahmen, um die Versorgung zu sichern, bevor sich die Knappheit weiter verschärft. Ohne Gegensteuerung bleibt die Stabilität des Sektors gefährdet.






